iDAF: Wie wirkt Migration auf die Demografie und auf die Schulen?

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V. – iDAF bietet aktuelle  Intervies zu Zeitfragen an. Hier stellt Jürgen Liminski jeweils fünf Fragen an Herrn Prof. em. Herwig Birg, Bevölkerungsforscher, und an den Vorsitzenden des Deutschen Lehrerverbands Josef Kraus zu den Auswirkungen der Migration auf die Demographie und auf die Schulen.

http://www.i-daf.org/idaf-informiert.html

Rentenkonzept von Nahles diskriminiert Eltern

Wie schon der Verband Familienarbeit übt auch der Deutsche Familienverband DFV scharfe Kritik an dem Rentenkonzept aus dem Arbeitsministerium. Der Verbandsvorsitzende Dr. Klaus Zeh, spricht sogar von DISKRIMINIERUNG

Rentenkonzept von Andrea Nahles diskriminiert Erziehungsleistung

(Berlin). Als familienpolitisch verfehlt kritisiert der Deutsche Familienverband das vorgestellte Rentenkonzept von Bundessozialministerin Nahles: „Die von Bundessozialministerin Nahles geplante Rentenreform diskriminiert die Erziehungsleistung von Eltern und lässt Mütter, die Kinder erziehen und damit die Zukunft der Rente sichern, im Regen stehen“, so Verbandspräsident Dr. Klaus Zeh.   …….. Weiterlesen unter

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/676-dfv-rentenkonzept-von-andrea-nahles-diskriminiert-erziehungsleistung

Flickschusterei und kein Ende!

Pressemeldung des Verbandes Familienarbeit e.V.

27.11.2016

Nahles` Rentenkonzept bedeutet: Weiter so nach falschem Prinzip!

Verband Familienarbeit e.V. stellt Gegenkonzept vor

Die Zahl der Rentner/innen steigt, die der erwerbstätigen Beitragszahler/innen sinkt. In dieser Situation will Nahles „Haltelinien“ für Beiträge und Renten einziehen. Da dieses Kunststück zu einem steigenden Defizit führt, soll der Staat die Lücke durch Steuern füllen.

Dr. Johannes Resch, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, äußert sich dazu: „Das von der Arbeitsministerin Nahles verfolgte Rentenkonzept führt zu mehr staatlichen Zuschüssen für die Rentner/innen. Das bedeutet aber nicht nur, dass für junge Familien noch weniger Geld übrig bleibt als bisher, sondern dass die nachfolgende Generation auch die Steuern erarbeiten muss, die für die Aufstockung der Renten gebraucht werden. So wünschenswert stabile Renten auch sind, ist es destruktiv, wenn sie weiter auf Kosten der Kinder finanziert werden. – Der Staat verhält sich hier wie ein Hausbesitzer, der das Obergeschoss altengerecht ausbaut, aber die Steine dafür aus den Grundmauern herausbricht. Das kann nicht gut gehen. Es ist Zeit, die Reißleine zu ziehen.

Das Konzept von Nahles zeigt, dass sie den grundlegenden Konstruktionsfehler unseres Rentenrechts noch nicht begriffen hat oder aber verdrängt: Wenn wir das Umlageverfahren zugunsten der Rentner/innen erhalten wollen, muss ein gleichwertiges Umlageverfahren zugunsten von jungen Eltern und Kindern geschaffen werden. Jedem Erwerbstätigen muss klar werden: seine Rentenbeiträge stehen nicht für seine eigene Rente zur Verfügung, denn sie werden an die heutigen Rentner/innen ausgezahlt. Die Rente der aktuell Erwerbstätigen muss ausschließlich von der nachfolgenden Generation erarbeitet werden. Der Rentenbeitrag der Erwerbstätigen ist also kein echter Beitrag für die eigene Rente, sondern nur das Großziehen von Kindern. Wer das immer noch ignoriert und nur Flickschusterei betreibt, trägt zur endgültigen Zerstörung unseres Sozialsystems bei.“

Der Verband Familienarbeit e.V. beschäftigt sich seit seiner Gründung im Jahr 1979 (damals unter dem Namen „Deutsche Hausfrauengewerkschaft“) mit der Fehlkonstruktion unseres Rentenrechts, das insbesondere seit der Adenauer`schen Rentenreform 1957 einer Enteignung der Eltern gleichkommt und hauptverantwortlich für die seitdem steigende Familienarmut ist. Der Verband stellt daher aktuell ein Gegenkonzept vor, das an den Fehlern des Systems ansetzt, statt sie weiter zu vergrößern. Dieses Konzept zeigt die Grundlinien eines stimmigen Sozialsystems auf, an denen sich die Detailregelungen zu orientieren haben, die durchaus unterschiedlich ausgestaltet werden können. – Das Konzept ist als Anlage beigefügt. Es ist auch im Internet einzusehen unter dem Link:

http://familienarbeit-heute.de/?p=4629

Plädoyer für ein Wahlrecht ab Geburt

Stuttgart 05.10.2016

Vortrag von Dr. Klaus Nopper beim Evangelischen Arbeitskreis der CDU Stuttgart “Der Zukunft eine Stimme geben” – Plädoyer für ein Wahlrecht ab Geburt

Einleitende Hinführung

Nicht erst seit der Grenzöffnung durch Frau Merkel ist unsere Gesellschaft einem grundlegenden Wandel unterworfen. Grundlegende Veränderungen haben auch stets Veränderungen des Wahlrechts mit sich gebracht. So gab es etwa im deutschen Reich zwischen 1871 und 1914 einen starken Bevölkerungsanstieg, die Zuschnitte der Wahlkreise wurden aber nicht verändert. Dies führte dazu, dass in einem Wahlkreis in Berlin deutlich mehr Wahlberechtigte einen Reichstagsabgeordneten wählten als etwa im Ostpreußischen Heiligenbeil. Eine Wählerstimme dort hatte also deutlich mehr Gewicht als in Berlin.

Die Geschichte des Wahlrechts zeigt aber auch, dass gesellschaftliche Veränderungen irgendwann auch Auswirkung auf das Wahlrecht haben. So hatten wir etwa bis 1918 das Dreiklassenwahlrecht in Preußen, das das Stimmengewicht nach dem Steueraufkommen zumaß und die Wähler in drei Kategorien einteilte. Dies hat zum Bespiel zur Folge, dass in einem Wahlkreis ein Wurstfabrikant alleine so viele Wahlmänner bestimmen konnte wie die restlichen Wähler zusammen.

Das Frauenwahlrecht wurde ebenfalls erst später eingeführt. Ein Dreiklassenwahlrecht, Wahlrecht nur für (steuerzahlende) Männer und nicht für Frauen, sind heute nicht mehr vorstellbar und zeigen, dass gesellschaftliche Entwicklungen auch vor dem Wahlrecht nicht halt machen. Und das sollen sie auch nicht, denn das Wahlrecht ist ja in unserer repräsentativen Demokratie das entscheidende Instrument der Volkssouveränität.

Und wie andere Generationen vor uns, sind auch wir wieder tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. der demographische Wandel wird uns einen größeren Bevölkerungsverlust als der dreißigjährige Krieg bescheren. Wir werden die historisch bisher einzigartige Situation haben, dass wir mehr Alte als Junge haben werden. Auch die aktuelle Zuwanderung hat nur sehr eingeschränkte Auswirkung auf diese langfristige Bevölkerungsentwicklung. Der Trend zur zunehmenden Alterung der Bevölkerung kann dadurch nicht umgekehrt werden. Abgesehen davon löst der massenhafte Zuzug vorwiegend männlicher Transferleistungsempfänger nicht die Probleme der sozialen Sicherungssysteme, er beschleunigt vielmehr das Auftreten dieser Probleme. Die FAZ von gestern führt aus, dass die Gesamtzahl der Menschen im Erwerbs- und damit Beitragszahleralter in Deutschland auch bei einer auf Dauer angelegten Zuwanderung von jährlich 200.000 Menschen bis in die 2030er Jahre um 5 Millionen schrumpfen wird.

Die derzeitigen sozialen Sicherungssysteme honorieren Kinderlosigkeit und bestrafen diejenigen ( vor allem Frauen ), welche die Grundlage für den Generationenvertrag schaffen und Kinder bekommen und großziehen.

Die Aussage von manchem Rentner „Ich habe ja auch einbezahlt“ mag aus persönlicher Sicht nachvollziehbar sein, bei einem Umlagesystem ist diese jedoch nicht zutreffend: Denn die Beiträge der Vergangenheit wurden in der Vergangenheit verbraucht, die gesetzlich Rentenversicherung lebt von der Hand in den Mund. Da die Beitragseinnahmen schon heute nicht ausreichen, werden Steuermittel in solcher Höhe zugeschossen, dass dieser Zuschuss den mit Abstand größten Einzelposten ( ca. 90 Mrd € ) im Bundeshaushalt darstellt.

Die Anerkennung von Erziehungsleistungen rührt nicht von der Politik, sondern von der Rechtsprechung des BVerfG (.z.B. Trümmerfrauenurteil). Der Grund für diesen verhängnisvollen Konstruktionsfehler, der mit der Rentenreform 1957 begonnen hat, liefert das Wahlrecht: Die große Rentenreform von1957 sah ursprünglich vor, dass die Erwerbsgeneration die junge und die alte Generation finanziert. Adenauer sagte aber seinen bekannten Satz: “Kinder haben die Leute eh immer“ strich die Rente für die Jungen und verdoppelte die Rente für die Alten und wurde dafür mit der absoluten Mehrheit belohnt.

Berücksichtigt man die explizite und vor allem die implizite Staatsschuld, so zeigt sich, dass der Staat die gemachten Versprechungen (Renten, Beamtenpensionen) nicht oder nicht in dieser Höhe wird erfüllen können. Diese Versprechungen sowie die Konstruktion der Sozialen Sicherungssysteme sind ein Vertrag zu Lasten der Jungen und ungeborenen Generation. Aus dem Zivilrecht wissen wir aber, dass ein solcher Vertrag nicht rechtswirksam ist, und so ist es auch hier: Die Junge Generation wird sich – zu Recht - nicht ausplündern lassen und diese Versprechungen auch gar nicht in voller Höhe erfüllen können.

Die Politik weiß aber sehr genau, wer Mehrheiten, Dienstwagen und eigene Pension sichert: Dies ist die ältere Generation. Wer wählt, der zählt! Dies zeigen auch die irrsinnig teuren Rentenpakete der großen Koalition wie Mütterrente *) und Rente mit 63 für einen abgegrenzten Ausschnitt potentieller SPD-Wählerklientel. Dies zeigt, dass das Wahlrecht einen maßgeblichen Einfluss auf politische Entscheidungen hat, was in einer Demokratie aber auch keine allzu große Überraschung darstellt.

Vorschlag eines Wahlrechts ab Geburt

Fakt ist, dass sich alle Parteien direkt oder indirekt an ihren potenziellen Wählern orientieren. Zurzeit sind jedoch ca. 14 Millionen deutsche Staatsbürger vom Wahlrecht ausgeschlossen. Kinder unter 18 haben allein aufgrund ihres Alters keine Stimme. Damit die Interessen der jungen Generation und von Familien jedoch politisch auch in Zukunft angemessen berücksichtigt werden, treten vermehrt Personen für ein Wahlrecht ab Geburt ein. Dieses besagt, dass – wie bei anderen Grundrechten auch – jeder Mensch das Wahlrecht von Geburt an hat und dieses bis zur Volljährigkeit durch den gesetzlichen Vertreter ausgeübt wird.

So gab es im Bundestag bereits 2003 und 2008 eine fraktionsübergreifende Gesetzesinitiative. Die früheren Vorsitzenden es Bundesverfassungsgerichts Roman Herzog und Paul Kirchhof, aber auch Erwin Teufel sprachen sich öffentlich für ein solches Wahlrecht aus. Zuletzt hatte sich Jens Spahn für ein solches Wahlrecht stark gemacht. Doch ein solcher Vorschlag ist mit einigen kritischen Fragen verbunden, auf die es jedoch durchaus plausible Antworten gibt.

Wie kann ein solches Wahlrecht ab Geburt konkret ausgestaltet sein?

Jede Person soll unabhängig von ihrem Alter eine Stimme bekommen. Eltern sollen dabei die Stimme ihres Kindes bei der Wahl vertreten. Wenn Jugendliche es explizit beantragen, können sie ihr Wahlrecht ab 14 selbst ausüben, ansonsten spätestens mit 18.

Ist ein solches Wahlrecht mit den Grundrechten der Verfassung vereinbar?

In den Grundrechten steht: „Die Staatsgewalt geht vom Deutschen Volke aus.“ (Artikel 20 Grundgesetz). Da Kinder unbestritten auch zu unserem Volk gehören, sollen sie bei Wahlen ebenso mit einer Stimme vertreten werden. Das Wahlrecht ist daher als altersunabhängiges Grundrecht zu sehen. Das Wahlalter ist hingegen in Artikel 38 Grundgesetz festgelegt und ist weder zwingend noch unabänderlich; in der Vergangenheit wurde es bereits von 21 auf 18 geändert. Nicht zuletzt macht der Einsatz von Paul Kirchhof und Roman Herzog deutlich, dass eine solche Reform durchaus mit unserer Verfassung im Einklang stehen kann.

Ist die Höchstpersönlichkeit der Wahl gesichert?

Dem Wahlrecht ab Geburt wird vor allem entgegengehalten, dass es sich beim Wahlrecht um ein sog. höchstpersönliches Recht handelt, das stellvertretungsfeindlich ist. Genauso wie bei einer Eheschließung können man sich hier nicht vertreten lassen. Zudem führe dieses Modell faktisch dazu, dass Eltern damit mehrere Stimmen hätten und die Gleichheit der Wahl nicht mehr gewährleistet sei (verkapptes Pluralwahlrecht). Hierzu ist anzuführen, dass es sich eben gerade um kein Pluralwahlrecht handelt, weil ja jeder Mensch Inhaber dieses Wahlrechts ist und der gesetzliche Vertreter bis zum Erreichen der Volljährigkeit dieses Recht, so wie andere Rechte (Einwilligung in Operation, etc.) auch.

Bereits jetzt kontrolliert niemand, wer bei einer Briefwahl das Kreuz macht. Auch in anderen Ländern, wie z.B. England, kann der Wahlberechtigte jemand anderes für sich an die Urne schicken. Beim Wahlrecht ab Geburt geben die Eltern ihre Stimme stellvertretend für ihre Kinder als Treuhänder ab. Um einen Streit zwischen Eltern über die Vergabe der Stimmen zu vermeiden hat Paul Kirchhof einen einfachen Vorschlag: Jeder Erziehungsberechtigte nimmt das Wahlrecht seiner Kinder mit einer halben Stimme je Kind wahr.

Ist die geheime Wahl und der Freiheit der Wahl gewährleistet?

Zwar entscheiden die Eltern für das Kind, solange das Kind dazu nicht in der Lage ist über die Ausübung des Wahlrechts. Aber sie handeln im Rahmen ihres grundgesetzlich legitimierten Elternrechts, als Treuhänder für ihre Kinder. Auch in sämtlichen anderen Lebensbereichen wird von ihnen gefordert und zugetraut, die Interessen ihrer Kinder zu vertreten. Die Ausübung des Wahlrechts durch die Kinder selbst, könnte grundsätzlich weiter ab 18 Jahren erfolgen. Sofern sie z.B. ab dem 14. Lebensjahr bereits selbst wählen wollen, könnte dies auf expliziten Antrag bei der Wahlbehörde ermöglicht werden. Ab diesem Alter ist man nicht zuletzt auch voll religionsmündig.

Ist die Gleichheit der Wahl weiter gewährleistet?

Die Gleichheit der Wahl erfordert geradezu die Einführung eines Wahlrechts von Geburt an, weil nur so den Kindern endlich auch ihr eigenes Grundrecht auf Wahl eingeräumt wird. Ein kinderloses Ehepaar hat momentan genau doppelt so viel politisches Gewicht wie eine Alleinerziehenden-Familie mit drei Kindern – in der aber zweimal so viele Staatsbürger leben. Die Position von Familien und der nächsten Generation wird so in gerechter Weise gestärkt.

Kann Familien- und Generationengerechtigkeit so verbessert werden?

Vor Einführung des Frauenwahlrechts vor rund 100 Jahren wurde argumentiert, dass die Interessen der Frauen bereits durch das Wahlrecht ihrer Männer berücksichtigt werden. Jedoch erst nach Einführung eines eigenen Wahlrechts wurden schrittweise Reformen möglich, welche die rechtliche Stellung der Frauen zu stärkten. In gleicher Weise ist es jetzt insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung notwendig, durch ein Wahlrecht ab Geburt die Familien- und Generationengerechtigkeit zu stärken.

Wahlrecht ab Geburt

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU, EAK Stuttgart, beschäftigt sich dankenswerterweise damit, die Bundesrepublik vor einer “Gerontokratie” zu bewahren, also zu verhindern, dass sich die Politik in erster Linie auf die Bedürfnisse der Rentner einstellt und dabei, wie bislang, die Bedürfnissen von jungen Menschen und Familien mit Kindern vergisst. Daher setzt sich die Initiative für ein Familienwahlrecht ein, bei dem jeder Bürger ab Geburten Wahlstimme bekommt,  welche die Eltern als Vormund ihrer Kinder zu deren Interessen nutzen. Nur so können die Ansprüche der nachwachsenden Generation garantiert werden.

Stadtrat Dr. Klaus Nopper hielt vor der EAK-Versammlung einen Vortrag über die Relevanz der Einführung eines Wahlrechts ab Geburt. Er hatte hierüber auch seine Doktorarbeit geschrieben. Eine schriftliche Dokumentation seines Vortrags finden sie als Video unter folgenden Links auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=JxkREhL-jM8 —> Wahlrecht ab Geburt – warum nötig?

https://www.youtube.com/watch?v=l9ABN6-2iZo —> Wahlrecht ab Geburt – rechtlich zulässig?

Im Anschluss an den Vortrag hat der EAK den Beschulss gefasst, sich für ein solches Wahlrecht ab Geburt einzusetzen, damit die Interessen der jungen Generation und Familien nicht zuletzt angesichts der (negativen)  demografischen Entwicklung gewahrt bleiben können.

In schriftlicher Form können Sie den Vortrag im nächsten Blog-Beitrag lesen.

 

DFV: Parteien ducken sich bei Beitragsgerechtigkeit für Familien weg!

(Berlin). Im beginnenden Wahlkampf fordert der Deutsche Familienverband die Parteien dringend auf, endlich Farbe beim Thema Beitragsgerechtigkeit für Familien zu bekennen:

„Mehrere Millionen Eltern mit minderjährigen Kindern zahlen Monat für Monat Strafabgaben in die Sozialversicherungen, weil ihre Erziehungsleistung nicht berücksichtigt wird, obwohl sie damit die Zukunft des Sozialsystems sichern. 

Und was ist mit den Versprechen der CDU?

Weiter lesen:

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/672-dfv-parteien-ducken-sich-bei-beitragsgerechtigkeit-fuer-familien-weg

 

 

 

Eine faire Rente für alle

Ich – Christl Glauder – bin Mutter von 6 Kindern, derentwegen ich einen großen Teil meines Arbeitslebens in Teilzeit verbracht habe. Seit vielen Jahren arbeite ich nun Vollzeit, meine Kinder auch, und habe nach 45 Berufsjahren trotzdem nur eine Rentenerwartung von rund 800 Euro. Das errechnet sich aus dem Durchschnitt all meiner Einkünfte, ( laut Frau Nahles und auch Frau von der Leyen ), meiner “Lebensleistung”. Lebensleistung als Berufstätige, alles andere wird kaum berücksichtigt. …

 

Bitte unterschreiben Sie die Petition!

 

https://www.change.org/p/an-andrea-nahles-und-manuela-schwesig-eine-faire-rente-f%C3%BCr-alle?recruiter=40175082&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

Dr. Jürgen Borchert: “Stranguliert nicht die Familien!”

Ein Gastbeitrag von Dr. Jürgen Borchert, Landessozialrichter a.D. / Rechtsanwalt der elternklagen-Kampagne

Borchert DFVehrung skalWo die Angst vor Armut wächst, haben Extremisten leichtes Spiel. Die Politik scheint diese Lektion vergessen zu haben. Sie leistet sich ein Abgaben- und Steuerwesen, das gegenüber Familien zutiefst unsozial ist. Plädoyer für eine faire Lastenverteilung – und den Mut, das System ganz neu zu denken.

Bitte lesen Sie weiter unter:

http://www.deutscher-familienverband.de/11-aktuelles/667-stranguliert-nicht-die-familien

Post-faktisches Zeitalter, seit wann?

In einer der vergangenen Talkshows begegnete mir zum ersten Mal der Begriff „postfaktisches Zeitalter“. Er wird neuerdings gebraucht für einen Zeitgeist, wo das „Volk“ an Fakten nicht mehr interessiert zu sein scheint, sondern sich seinen negativen Emotionen und Ressentiments hingibt. Zum Beispiel soll anscheinend Otto Normalbürger weder registrieren noch  anerkennen, was vonseiten der Regierung seit einem Jahr bereits unternommen wurde, um den Migrationsstrom einzudämmen, wie das Abkommen mit der Türkei, strengere Maßstäbe zur Abschiebung, Einschränkung des Familiennachzugs etc. Die Leute hätten, heißt es, völlig unbegründet immer noch Angst um ihre Arbeitsplätze, um bezahlbaren Wohnraum, und um wer weiß was alles!

 

Da fragt man sich, wie es zu einer solchen Ignoranz kommen kann. Was treibt die Menschen um, dass sie heute nicht einmal mehr Fakten vertrauen?

 

Kann es sein, dass vonseiten unserer Regierungen selbst in den letzten Jahrzehnten reale Fakten konstant, vielleicht sogar aus abgehobener Arroganz, ignoriert wurden?

 

  • Fakt: immer weniger bezahlbarer Wohnraum
  • Fakt: vernachlässigter sozialer Wohnungsbau
  • Fakt: Löhne, die ein Auskommen nicht mehr garantieren
  • Fakt: Wirtschaftslobbyismus anstatt Gemeinwohl
  • Fakt: Verhinderung von Familiengründungen durch den flexibilisierten Arbeitmarkt
  • Fakt: Halbierung des Nachwuchses seit 1964 zum Schaden der jungen Arbeitnehmer
  • Anstieg der freiwillig Kinderlosen auf bereits 25%
  • Fakt: wachsende Kinderarmut durch ein familienblindes Sozialgesetz
  • Fakt: Missachtung familienbezogener Urteile des B-Verfassungsgerichts
  • Fakt: Strangulierung der Familien durch ungerechtfertigte Sozialabgaben,                                 pro Kind/Monat 240 €
  • Fakt: Deckelung der Sozialabgaben für Gutverdienende
  • Fakt: Altersarmut von Müttern, wegen Missachtung ihrer Erziehungs-und Pflegearbeit
  • Fakt: Eine Rentenpolitik, die die Notwendigkeit ausreichenden Nachwuchses ausblendet

 

Fakten, Fakten, Fakten ….. Die Reihe ließe sich weiter fortsetzen. An Informationen fehlte es den Politikern / Medien beileibe nicht, denn die Familienverbände äußerten sich seit Jahrzehnten pausenlos.

 

Hat nicht das postfaktische Zeitalter schon mit dem Millennium begonnen, zwar nicht beim Volk, sondern bei den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen? Haben  nicht diese emotionslos die brutalen Fakten ignoriert? Schon mit der neoliberalen AGENDA 2010  konnte man prophezeien, dass dieser Plan gesellschaftspolitisch ins Auge gehen wird. Heute sind wir soweit. Heute nimmt man der Politik nicht einmal mehr gut gemeinte Aktionen ab. Nur wer glaubte, die Bürger seien zu dumm, um die Umverteilung von unten nach oben zu bemerken, der reibt sich jetzt die schläfrigen Augen und wundert sich über ein plötzliches ( ! ) postfaktisches Zeitalter.

 

Bärbel Fischer

i. A. der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Dieses Schreiben geht an Herrn Moderator Markus Lanz, ZDF.

“We move EU” – wirklich? und wohin?

Sehr geehrte Damen und Herren von “We move EU”,

soeben habe ich Ihre Petition gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung von Konzernen aus vollster  Überzeugung unterschrieben.                                                        Ihr nächstes Vorhaben jedoch sieht “Das Recht auf Abtreibung in Polen” vor.

Eine Petition zum  RECHT  AUF  ABTREIBUNG  in Polen werde ich keinesfalls unterschreiben. Als Europäerin will  ich das Leben der Allerschwächsten geschützt wissen ( Art. 1 GG )
Wie  kann Ihre  Kampagne für ein besseres Europa eintreten wollen, aber gleichzeitig die humanen Ressourcen für Europa in die Tonne befördern ? Nicht nur in Deutschland fehlt schon heute der Nachwuchs mit der Folge, dass wir unsere Eltern kaum mehr versorgen können. Aber der Nachwuchs fehlt auch an den Schulen, im Handwerk, in der Industrie. Es nützt nichts, dass wir in Europa aus Nachwuchsmangel den Bildungslevel  für ein Hochschulstudium immer weiter absenken und inzwischen ein inflationäres ABI-Light anbieten, das zwar für überfüllte Hörsäle sorgt, letztlich aber den Ansprüchen nicht genügt. Ganz schnell werden wir im globalen Bildungsrating ins Hintertreffen geraten. Will sagen: Je mehr Kinder wir abtreiben, umso schneller werden wir global auf die letzten Plätze zurück fallen. Die Natur bestraft jeden Eingriff in ihr System, was wir ja am Klimawandel bereits hautnah erleben.

 

Mein Widerstand gegen das “Recht auf Abtreibung” ist darin begründet, dass Europa nicht noch weiter geschwächt werden darf. Wenn wir uns an den Allerschwächsten vergreifen, verhindern wir unsere eigene Zukunft. Jährlich ca.100 000 getötete Föten allein in Deutschland haben verhindert, dass  wir heute auf ein gesundes Rentensystem bauen können. Seit 1992 haben wir 2 400 000 junge Menschen, und damit auch deren potentielle Sippen ins Jenseits befördert!  Nun ist die Gefahr der Altersarmut rabiat gestiegen, und die Rentenpolitiker bekommen Schweißausbrüche.

 

Mir ist durchaus bekannt, dass aus feministischem  Interesse  im europäischen Parlament das “Recht auf Abtreibung” überaus aggressiv vertreten wird. Ich behaupte aber, dass dieses Ansinnen Europa extrem schaden wird. Jeder Angriff auf natürliche Ressourcen rächt sich. Grüne Politik wird sich demnächst verantworten müssen für die Schäden, die sie entgegen ihrem einst proklamierten ökologischen Ethos an der menschlichen Population anrichtet.

 

“Mein Bauch gehört mir” – kein Slogan hat Europa mehr geschadet als dieser! Denn menschliche Gesellschaften sind eben darauf angewiesen, dass der Nachwuchs von den Vorderen lernt und sein Wissen und Können wiederum an die nächste Generation weitergibt. Nein – mein Bauch gehört eben nicht mir allein, sondern er gehört auch der Gesellschaft und ihrem Fortbestand! Individualismus schädigt das Sozialwesen – dies ist die Bilanz aus der Hybris der letzten Jahrzehnte!

 

Ihre Initiative will Europa “bewegen”? Mit Ihrem Vorhaben werden Sie Europa nicht bewegen, sondern handlungsunfähig machen.

 

Bisher hat sich Polen gegen ein Recht auf Abtreibung gewehrt und wird es aus europäischem Interesse hoffentlich auch weiter tun. Demokratie in Europa kann nicht heißen, über Bord zu werfen, was Europa nützt. Besser, polnische Geisteswissenschaftler bringen Europa künftig voran, weil deutsche inzwischen zu Hunderten fehlen!

 

Wir müssen nicht Abtreibung legalisieren, sondern Kindern eine Zukunft schenken. Und daran hapert es in Deutschland gewaltig. Wie wäre es, wenn Sie eine Aktion starten würden für Familiengerechtigkeit, damit Elternarbeit künftig als geldwerte und rentenwirksame Arbeit gewertet wird?

und

 

Sehr geehrte Damen und Herren, als Sippenälteste werde ich nie und nimmer eine Petition unterschreiben, die EUROPA verarmen lässt.

 

Mit nachdenklichen Grüßen

Bärbel Fischer
i. A. der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT