Dr. Albert Wunsch: Vielfalt der Verwirrung – Was bedeutet FAMILIE?

Eigentlich ist es die Pflicht des Staates, die Familie zu schützen und zu fördern. Aber dafür braucht es zunächst einmal konsensfähige Definitionen von Familie, Leistungsgerechtigkeit und Kindeswohl.

” … Die angemessene Form einer Banane wird durch die EU ebenso genormt wie die Tischhöhe zwischen Mittelmeer und Nordsee. Auch die bundesdeutsche Regelungswut treibt häufig genug absonderliche Blüten. Aber beim Thema Qualitätsanforderungen zur Erziehung in der Familie wird eher „das Schweigen der Lämmer“ in Szene gesetzt.” …

Die Wochenzeitung TAGESPOST veröffentlicht  einen Beitrag von Dr. Albert Wunsch, Psychologe, Diplom Sozialpädagoge und Erziehungswissenschaftler. Er arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Einige seiner Bücher sind Bestseller, zum Beispiel „Die Verwöhnungsfalle“ und „Abschied von der Spaßpädagogik“. Weitere Infos: www.albert-wunsch.de

http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Vielfalt-der-Verwirrung;art310,184937

Ende der Zukunft

Der heutige ARD-Presseclub ( 14. 01. 2018 ) befasste sich mit der Frage, ob die in der Sondierung zwischen Union und SPD ausgehandelten Kompromisse für eine Koalitionsregierung ausreichen, bzw. die deutschen Wähler überzeugen.

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Zwischenruf aus Sicht der Familienverbände  an die ARD – Journalisten des Presseclubs: Nein, die Ergebnisse überzeugen uns nicht!

 

25.- € mehr Kindergeld, wie im Sondierungspapier vorgesehen, geht total am Bedarf vorbei. Ein “großer Wurf” zur  Vermeidung von Familien-und Kinderarmut wäre vielmehr gewesen:

1. die Beiträge zu den Sozialversicherungen familiengerecht, also je nach Kinderzahl zu senken, denn bisher sind die Beiträge familienblind, weil Kinderlose exakt den gleichen Beitrag entrichten wie der Vater von 7 Kindern,

2. die Verbrauchssteuern für Kinderbedarf auf 7% oder 0 % zu senken,

3. präsenten Eltern in Betreuung und Erziehung von Kleinkindern die selben Subventionen zu gewähren, wie doppelt erwerbstätigen Eltern. nämlich 1200.- € pro Monat, weil dem Staat alle Eltern gleich viel wert sein müssen, egal ob sie ihre Kinder außerfamilär betreuen lassen oder privat in eigener Regie betreuen.

Dies ist bisher nicht der Fall, obwohl Humanwissenschaftler aus biologischen und psychologischen  Gründen permanent  p r ä s e n t e  Eltern  fordern. Bindungsgestörte Kinder sind erwiesenermaßen weniger leistungsstark und belastungsfähig  als bindungssichere Kinder. Aber wir brauchen für unsere Zukunft leistungsstarke und widerstandsfähige junge Menschen.

Mit der seit U.v.d.Leyen etablierten, und bis zu Schwesig´scher Familien-vielmehr Arbeitsmarktpolitik bisheriger Regierungen erreichen wir dieses Ziel nie.

Eltern als Sklaven des Arbeitsmarkts bedeutet einerseits Aufschwung und Wachstum unserer Wirtschaft und Maximierung  von Steuereinnahmen, andererseits aber auch das Ende  einer Gesellschaft, die sich sozialer Verantwortung bewusst ist.  Wozu zahlt man denn Steuern?

Wer den Mammon vor das Gemeinwohl setzt, wird logischerweise Verderben ernten.

Bärbel Fischer i. A. der ELTERNINITIATIVE FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Wer liebt seine Kinder, der Staat oder die Eltern?

Heribert Prantl, der bekannte Journalist plädiert als Mitglied der Chefredaktion der linksorientierten Süddeutschen Zeitung für eine Verankerung von “Kinderrechten” in die deutsche Verfassung. Er beruft sich dabei paradoxerweise auf den polnischen Kinderarzt Janusz Korczak, was dieser sich heute vermutlich strikt  verbeten hätte.

Der Familienexperte Dr. Johannes Resch widerlegt Prantls Thesen und weist nach, dass der Staat selbst bereits seit Jahren Kinderrechte verletzt, indem er

1. Eltern bei der Rente gegenüber Kinderlosen benachteiligt ( s. Beweis 1 ), und

2. durch Elterngeld und einseitige Förderung von Ganztagsbetreuung jene Eltern abstraft, die bei ihren Kindern präsent sein wollen und daher auf Erwerb verzichten ( s.Beweis 2 ).

http://www.sueddeutsche.de/politik/prantls-blick-wie-man-ein-kind-lieben-soll-1.3755974

Anmerkung zum Beitrag von Heribert Prantl „Wie man ein Kind lieben soll“ in der SZ vom 19. Nov. 2017  von Dr. Johannes Resch

Janusz Korczak und die „Kinderrechte“ im Grundgesetz    

 

„Wie man ein Kind lieben soll“ ist der Titel einer Schrift des polnischen Kinderarztes Janusz Korczak, der 1942 zusammen mit den ihm anvertrauten Waisenkindern in Treblinka ermordet wurde. Unter diesem Titel wirbt Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung in einem Beitrag vom 19. Nov. 2017 für die Aufnahme von „Kinderrechten“ins Grundgesetz (GG) und beruft sich dabei auf Korczak und auf die UN-Kinderrechtskonvention.

 

Prantl behauptet rundheraus:“Das Grundgesetz kennt keine Kinder, … Das Grundgesetz schützt zwar mittlerweile auch die Tiere und die Umwelt, aber die Kinder nicht.“ Diese Behauptung ist falsch. Der Schutz der Kinderrechte im deutschen GG ist sogar weitergehend als in der UN-Kinderrechtskonvention. Zur Begründung:

 

1. Nach Art, 1 GG sind die Menschenrechte geschützt. Damit sind Kinder selbstverständlich mitgemeint. Eine andere Auffassung wäre absurd. Allerdings werden die Kinder im Wahlrecht (noch) nicht berücksichtigt. Aber das ist ein besonderes Problem. Und das meint Prantl auch nicht.

 

2. Mit Art. 6 Abs. 2 Satz 1 werden die Eltern mit dem Schutz der Kinderrechte beauftragt. Die Väter und Mütter unseres GG wussten bereits genau, dass die Kinderrechte bei den Eltern besser aufgehoben sind als beim Staat. Das wurde auch in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts bestätigt (Zitat aus BVerfGE 99, 216, Rn 64 vom 10.11.1998):

 

„Diese primäre Entscheidungsmöglichkeit der Eltern beruht auf der Erwägung, dass die Interessen des Kindes in aller Regel am besten von den Eltern wahrgenommen werden.“

 

3. Für den Fall, dass die Eltern ihren Auftrag nicht erfüllen oder nicht erfüllen können, ist im GG durch die „Wächterfunktion“ des Staates nach Art. 6 Abs. 2 Satz 2 gesorgt. Dies ist aber nur eine Ersatzfunktion, da der Schutz der Kinder durch die Eltern im Regelfall den Kindern eine größere Sicherheit bietet, als es der Staat zu gewährleisten vermag, da das zentrale Recht der Kinder auf Elternliebe vom Staat nur unzureichend ersetzt werden kann.

 

4. Nach Art. 6 Abs. 1 steht die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern „unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“. Das ist der größtmögliche Schutz der Kinder, weil er nicht nur die Rechte der Kinder und die Rechte der Eltern schützt, sondern darüber hinaus auch die Beziehung zwischen Eltern und Kindern und damit das wichtigste Recht der Kinder überhaupt, nämlich ihr Recht auf möglichst enge Bindung zu ihren Eltern.

 

Wenn sich Prantl auf Janusz Korczak beruft („Wie man ein Kind lieben soll“), ist auch das nicht gerechtfertigt. Vorbild für Korczak war die Elternliebe, die er so gut wie irgend möglich gegenüber den ihm anvertrauten Waisenkindern ersetzen wollte. Er wäre sicher nicht dafür eingetreten, diese Elternliebe generell der Aufsicht des Staates zu unterstellen.   Seine Vorstellung war ja gerade das Gegenteil, dass nämlich der Staat die Elternliebe zum Vorbild nehmen sollte, wenn er die Verantwortung für Waisenkinder übernehmen muss. Der Bezug Prantls auf Korczak ist demnach völlig unpassend.

 

Würde der Staat neben den Eltern als gleichberechtigt beauftragt, die Kinderrechte zu vertreten, wäre den Kindern ein Bärendienst erwiesen, da er die Liebe der Eltern zu ihren Kindern niemals ersetzen kann. Vielmehr bestünde dann die Gefahr, dass er seine größere Machtstellung dazu missbraucht, alle Eltern noch stärker zu bevormunden.

 

Diese Gefahr ist nicht ein bloßer Verdacht. Der bisherige Umgang unseres Staates mit Art. 6 GG (Schutz der Familie und der Elternrechte) zeigt eindeutig, dass diese Vorgaben dann konsequent missachtet werden, wenn ihnen einflussreiche Interessengruppen oder politisch herrschende Ideologien entgegenstehen. Wieso sollte das anders sein, wenn die „Kinderrechte“ im GG stehen?

 

Beispiele für die Missachtung des GG durch den Staat gibt es genug.

 

Beispiel 1:

Da gibt es die Enteignung der Eltern durch unser Rentenrecht. Dazu ein Zitat aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (VerfG sieht das so (BVerfGE 87, 1 vom 7. Juli 1992):

„Die bisherige Ausgestaltung der Rentenversicherung führt im Ergebnis zu einer Benachteiligung der Familie, namentlich der Familie mit mehreren Kindern (Rn 127).“

Bis heute hat sich an dieser Benachteiligung nichts geändert und damit auch nicht an der dadurch bedingten mittelbaren Einschränkung der Kinderrechte.

 

Beispiel 2:

Beim seit 2007 geltenden Elterngeld werden gezielt die Eltern benachteiligt, die ein älteres Kind länger als ein Jahr selbst betreut haben, statt es in eine Krippe zu geben, um wieder voll erwerbstätig zu werden. Hier wird Elternliebe regelrecht bestraft. Das ist eine besonders schlimme Verletzung des Kinderrechts auf Betreuung durch die eigenen Eltern. Entsprechendes gilt für die einseitige staatliche Finanzierung der Kinderbetreuung in Krippen mit etwa 1000 €/Monat, während Eltern, die zugunsten ihrer Kinder auf Erwerbsarbeit verzichten, völlig leer ausgehen. Auch daraus ergibt sich zumindest häufig eine Gefährdung des Kindeswohls und eine Verletzung des Kindeswillens. Beides wird zugunsten des Profitstrebens der Wirtschaftslobby trickreich verschleiert.

 

Fazit: 

Die Kinderrechte sind in unserem GG optimal geschützt. Dass die Kinderrechte in der tatsächlichen Politik oft nicht beachtet werden, liegt nicht am GG, sondern an dessen Nichtbeachtung. Daran würde aber auch eine Ergänzung des GG nichts ändern. Vielmehr birgt ein direkter Auftrag an den Staat, gegenüber den Eltern konkurrierender und gleichberechtigter Wahrer der Kinderrechte zu werden, die Gefahr einer noch stärkeren Bevormundung der Eltern. Das würde eine noch stärkere Einschränkung des Kinderrechts auf Bindung zu den Eltern bedeuten. Hier würde der Bock zum Gärtner gemacht.

 

Die Mütterrente ist keine milde Gabe – ein Stück aus dem rentenpolitischen Tollhaus!

Lesen Sie, was der Deutsche Familienverband DFV an den Einwendungen der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, kritisiert, die vor einer Ausweitung der Mütterrente bei den Sondierungsgesprächen warnt.

http://deutscher-familienverband.de/index.php?option=com_acymailing&ctrl=archive&task=view&mailid=228&key=aedAyLcx&subid=310-fcc82439123b08f9eb5b07b1a0949c8b&tmpl=component&Itemid=281

 

Für Familien kein Kurswechsel in Sicht

Über die Verschiebung der CDU-Familienpolitik in der Merkel-Ära

Von Birgit Kelle 

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V. IDAF veröffentlicht mit dem Aufsatz des Monats 1 / 2018 einen genial detaillierten geschichtlichen Überblick zur Familienpolitik der CDU unter Angela Merkel aus der Feder von Birgit Kelle.

http://i-daf.org/fileadmin/Newsletter-Druckversionen/2018/Aufsatz_des_Monats/iDAF_Aufsatz_1_2018.pdf

Das desaströse Fazit:

“Angela Merkel führt nach zwölf Jahren Kanzlerschaft eine familienprogrammatisch ausgehöhlte Partei, die dieses Feld nicht nur kampflos, sondern gar bereitwillig der SPD überlassen hat. Auch das in der zweiten großen Koalition durchgesetzte Trostpflaster der kleinen Angleichung der „Mütterrente“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Familienpolitik der vergangenen Jahre viele Opfer hinterlassen hat: Die immer noch Millionen von Mütter im Land, die der Familie statt der Karriere die Priorität geben, die im Fall einer Scheidung nun schneller hart fallen als früher, die man angesichts drohender künftiger Minirente und gar Altersarmut mit einem „Selbst Schuld, du hast ja nicht gearbeitet“ links liegen lässt. Diese ganz normalen Frauen waren nie auf der Agenda von Angela Merkel. Das dürfte sich in einer Groko III nicht ändern. Die Aussichten für Familie in einer fortgesetzten Ära Merkel bleiben nebulös und düster.”

 

Kirchlicher Segen für homosexuelle Paare?

Einige Pastoren und Dekane der evangelischen Württ.Landeskirche wollen mit aller Kraft das mehrheitliche Votum der Synode außer Kraft setzen, das sich gegen eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit Eheleuten ausspricht. Mit welchem Recht fordern diese Personen die Missachtung des Votums ihrer Gemeinden?

Die Kirche sollte ihren Segen nicht verweigern, jedoch zwischen gleich-und verschiedengeschlechtlichen Paaren unterscheiden. Die einen versprechen sich gegenseitige Verantwortung bis ans Lebensende. Die anderen fühlen sich durch ihre Nachwuchsbereitschaft nicht nur der gegenseitigen Verantwortung, sondern zusätzlich auch unter großem Aufwand an Zeit, Engagement und Geld den künftigen Generationen verpflichtet.

G e g e n s e i t i g e  Verantwortung steht  g e n e r a t i v e r  Verantwortung gegenüber..

Verschieden ist eben nicht gleich, wie Ideologen glauben machen wollen. Daher darf  sich die evangelische Kirche nicht über synodale Beschlüsse hinwegsetzen, ohne ihr löblich demokratisches System zu beschädigen.

 

Leserbrief:

 

Einander zu segnen ist die innigste Geste, die Menschen sich gegenseitig schenken können. Einem Mitmenschen Gottes Schutz und Geleit für die künftigen Wege zuzusprechen ist wertvoller als jedes materielle Geschenk. Brautpaare, Kinder, junge Eltern, Sterbende werden gesegnet, bevor sie einen neuen Lebensabschnitt antreten. Insofern sollte auch gleichgeschlechtlichen Paaren der kirchliche Segen nicht verweigert werden, denn sie versprechen sich g e g e n s e i t i g e  Verantwortung und brauchen dazu Gottes Beistand.

Das Dilemma: Die Mehrzahl der Synodalen der Württ. Landeskirche will dokumentieren, dass sie eine Gleichstellung der Ehe mit  gleichgeschlechtlichen Verbindungen ablehnt. Für sie muss die nachwuchsfähige Ehe nach wie vor und zu Recht einen besonderen Rang in der Gesellschaft behalten, denn nur Kinder und deren künftige Sippen garantieren die Verantwortung der einen G e n e r a t i o n  für die nächste.

Gegenseitige Verantwortung endet mit dem Tod. Generative Verantwortung  überdauert den Tod durch den Nachwuchs.

Da es aber keinen Segen erster und zweiter Klasse gibt, kann die notwendige Unterscheidung nur im Wortlaut des Segens liegen.

Bärbel Fischer

 

 

 

Mütter sind keine schwangeren Personen! Mutter bleibt Mutter!

Dass man zu diesen Zeiten Parolen braucht wie “Ehe bleibt Ehe” und “Mutter bleibt Mutter”, das wird als Treppenwitz in die Menschheitsgeschichte eingehen. Denn alle Versuche, Weiblichkeit ( Mutterschaft ) entbehrlich zu machen, werden konterkariert von den feministischen Anstrengungen, Frauenquoten in Aufsichtsräten zu installieren. Plötzlich scheinen weibliche Qualitäten unentbehrlich!

Ja was denn nun? Braucht es Frauen und Mütter in unserer Gesellschaft, oder sind sie überflüssig? Schön wär´s, wenn sich die Gender-Feministinnen endlich mal aus ihrer Schizophrenie verabschieden und sich für oder gegen den Wert von Weiblichkeit für die Gesellschaft entscheiden könnten, anstatt je nach Bedarf hin und her zu lavieren.

Lesen Sie den Beitrag auf FOCUS.de von Birgit Kelle: “Eiertanz um schwangere Personen“ –  Mutter bleibt Mutter!”  https://www.focus.de/politik/experten/bkelle/birgit-kelle-eiertanz-um-schwangere-personen-mutter-bleibt-mutter_id_7764337.html

Zitat: „Ihr wollt eine Frauenquote? Dann sollten wir unbedingt bei der Elternschaft beginnen. Denn eine Mutter ist nicht ersetzbar. Nicht durch eine Nanny und auch nicht durch eine Erzieherin, und schon gar nicht durch einen Mann. Und auch nicht durch zwei Männer, die glauben, sich Vater- und Mutterrolle variabel aufteilen zu können. Eine Mutter ist eine Frau. Und wenn ihr euch auf den Kopf stellt.“

 

 

Schütteln Eltern ihre Babys aus Spaß oder aus Überlastung?

Verband Familienarbeit   e. V.              Pressemeldung                                        11.12.2017                                                                                

Schütteltrauma bei Babys

Für die Überlastung der Eltern ist die Familienpolitik hauptverantwortlich

In einer Pressemitteilung „Gefahr für Babys durch Schütteln wird unterschätzt“ vom 04.12.2017 greift Familienministerin Barley das Thema Schütteltrauma bei Babys auf. 

Dazu nimmt Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., kritisch Stellung: „Diese Initiative ist zwar verdienstvoll angesichts des in einer Elternbefragung festgestellten großen Unwissens über die Gefährlichkeit des Schüttelns schreiender Babys und Kleinkinder, aber die Familienministerin sollte sich zunächst doch die Frage stellen, inwieweit die aktuelle Familienpolitik eine große Mitverantwortung dafür trägt, wenn Eltern durch die Vielfachbelastung aus Erwerbsarbeit, wirtschaftlichen Sorgen und Verantwortung für ihre Kinder versagen.“

An die Familien- und Frauenministerin stellt Martin provozierende Fragen: 

„Fördert nicht das Familienministerium selbst ausschlaggebend die Überforderung der Eltern, indem es möglichst volle Erwerbstätigkeit beider Eltern propagiert und selbstbetreuende Eltern durch Elterngeldgesetz und einseitige Krippenförderung gezielt diskriminiert.

Warum stellt sich die Frauenministerin immer weiter in den Dienst eines fehlgeleiteten Feminismus, der besagt, Frauen könnten nur durch Erwerbstätigkeit gleichberechtigt werden? 

Warum müssen Eltern, die Kinder erziehen, vor Altersarmut gewarnt und ermahnt werden, zugunsten von Erwerbsarbeit ihr Engagement für Kinder so knapp zu dosieren wie es irgend geht?

Wäre es nicht die vornehmste Aufgabe der Familienministerin, die vom Grundgesetz geforderte Wahlfreiheit der Eltern abzusichern, auch wenn sie sich dafür entscheiden, ihr Kleinkind selbst zu betreuen, anstatt es in die Fremdbetreuung zu geben? 

Warum kämpft sie also nicht endlich darum, dass die elterliche Betreuungs- und Erziehungsarbeit honoriert wird, gemäß ihrem Wert, den sie für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft hat? 

Warum verweigert sie sich permanent der Erkenntnis, dass Familienarbeit lohnwerte Arbeit ist? 

Wie weit muss die Verantwortungsbereitschaft der Eltern noch heruntergewirtschaftet werden, damit eine Korrektur erfolgt?”

An die Adresse der im „Bündnis gegen Schütteltrauma“ zusammengeschlossenen Verbände richtet Martin die Forderung, man möge sich mit dem in unserer Gesellschaft kaum hinterfragten Trend auseinandersetzen, Eltern im Interesse der Profitmaximierung in der Wirtschaft auszubeuten.

Abschaffung des Ehegattensplittings? Eine Rechtfertigung von Kristina Schröder

Die ehemalige CDU-Familienministerin  Kristina Schröder bricht eine Lanze für das Ehegattensplitting ( ES ), das bei den Sondierungsgesprächen von UNION und SPD mit dem Ziel einer neuerlichen Koalition erneut zur Debatte steht. Sie räumt auf mit den gängigen Einwänden:

1. das ES sei ungerecht, weil es Ehen bevorzuge                                                       2. das ES sei ungerecht, weil es unter den Ehen die Alleinverdienerehe bevorzuge

Denn schließlich verbinde der Staat mit dem Ehegattensplitting

1. auch die Last gegenseitiger Unterhaltsverpflichtung  bis zum Tod                      2. auch die Freiheit, ein selbst gewähltes Familienmodell zu leben, ohne bei der Rente benachteiligt zu werden.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171315882/Abschaffung-des-Ehegattensplittings-waere-perfide.html

 

Birgit Kelle: “Der Feminismus schafft die Weiblichkeit ab”

Zugegeben- der Weltfrauentag 2017 am 8. März ist längst vorbei. Erst heute fällt mein Blick auf den Beitrag von Birgit Kelle bei WELT N24 unter dem Titel: “Der Feminismus schafft die Weiblichkeit ab”, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article162655361/Der-Feminismus-schafft-die-Weiblichkeit-ab.html

Anstatt sich gegen Genitalverstümmelung, Tötung weiblicher Föten und Ehrenmorde in aller Welt einzusetzen, konzentriert sich ein manieriert maskuliner Feminismus auf simple Entweiblichung auf allen gesellschaftlichen Ebenen.