Armutsfeste Rente nur bei ausreichendem Nachwuchs!

Die Schwäbische Zeitung vom 1. 12. 2015 hält unter dem Titel: „Die Rente armutsfest machen“ ein Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Gert G. Wagner vor, der wie Politik, Wirtschaft und Medien zwar die Wirkung der Rentenmisere beschreibt, deren Ursache, nämlich den bundesdeutschen Mangel an Kindern, völlig ignoriert.

Leserbrief

Die Aussichten für die künftigen Rentner, eine ausreichende Altersversorgung zu genießen, werden immer geringer. Am schlimmsten wird es die geburtenstarken Jahrgänge treffen, weil der Nachwuchs nach 1980 stark eingebrochen ist. Die Rentenmisere ist aber hausgemacht, weil die Politik deren Hauptursache, nämlich den Kindermangel, standhaft ignoriert. Da die so genannte Rentenversicherung keine  Rücklagen vorhält, hängt die Höhe der Altersversorgung gänzlich von der Anzahl Nachgeborener ab. Nur autarke Familien sind nachwuchsbereit. Seit mehr als 35 Jahren fordern Elternverbände eine spürbare Entlastung der Familienbudgets von verfassungswidrigen Abgaben – vergeblich! Anstatt selbst zukunftsorientiert in Nachwuchs zu investieren, lässt die Politik die Beschäftigten im Regen stehen und rät ihnen, sich privat abzusichern. Eine gerechte Ausstattung der Familien jedoch ist das A und O für die Altersversorgung unserer Kindeskinder und deren Nachkommen. Doch für selbsternannte Rentenexperten scheint sich das Problem ab 2050  in Luft aufzulösen.

Bärbel Fischer, ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

3 Gedanken zu „Armutsfeste Rente nur bei ausreichendem Nachwuchs!

  1. Ich meine, das Rentenproblem sei doch nur die vergleichsweise helle Fassade hinter der sich eine dunkle Wahrheit verbirgt: Wenn Renten immer weniger auskömmlich sind, muss das Sozialamt ran. Und wer füllt dessen Töpfe? Unsere Kinder mit ihren Steuern! Es ist gehupft wie gesprungen: Wir haben zu wenige davon.

  2. In seiner Rezension des Buches: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“ von Professor Herwig Birg ( Begründer der demographischen Forschung ), schreibt Dr. Udo Ulfkotte: „Politik und Medien behaupten ja, dass durch die Einwanderung die Alterspyramide verändert und die demografischen Probleme gelöst werden könnten. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Die derzeit praktizierte Einwanderungspolitik wird alle Probleme extrem verschärfen. Birg schreibt: »Die im Alter von z.B. 30 Jahren Zugewanderten gehören jedoch nach drei Jahrzehnten zur Gruppe der 60-Jährigen und Älteren, deshalb hat die Einwanderung nach Deutschland einen doppelten Effekt: Sie bewirkt kurz- und mittelfristig eine Verjüngung der Bevölkerung, langfristig schwächt sich der Verjüngungseffekt jedoch wieder ab und verkehrt sich in sein Gegenteil. (…) Wollte man den Anstieg der Altersquotienten in Deutschland durch Einwanderung Jüngerer stoppen, müssten nach den Vorausberechnungen der UN bis 2050 netto 188 Millionen Menschen mehr nach Deutschland ein- als auswandern.« Insgesamt vier Mal zitiert Professor Birg in „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“ die Vorausberechnungen der Vereinten Nationen, welche es auch für viele andere Länder der Welt gibt.“

  3. Niemand ist so taub wie jemand, der nicht hören will, sagt ein spanisches Sprichwort. Ergänzen könnte man dieses Wort wie folgt: Niemand ist so dumm wie jemand, der von seinem Vorurteil nicht lassen will.
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie handfest dumm sich Leute gebärden können, welche den Mangel an Kindern nicht als Ursache der kommenden Rentenkrise ansehen wollen. Spielen wir dazu ein Lehrer-Schüler-Spiel. ( L: Lehrer, S: Schüler)

    L :Was heißt „private Altersvorsorge“?
    S: Sparen.
    L: Brav! Was heißt Sparen?
    S: Jetzt auf erworbene Ansprüche verzichten, um sie später präsentieren zu können.
    L: Großartig! Brav gelernt, wie es in der Presse steht! Aus Dir wird mal ein guter Politiker!

    S ( nach einigem Grübeln) : Das Sparbuch ist also eine Art Schuldschein, den man gut aufhebt, damit man ihn später einmal einlösen kann.
    L ( ein wenig ungeduldig) : Aber ja, was denn sonst…
    S: Und wenn dann die Leute nicht mehr da sind, welche den Schuldschein ausgestellt haben? Bei wem kann man ihn dann einlösen?
    L: Aber denk doch mal selbst nach: Bei deren Rechtsnachfolgern.
    S: Wer ist das denn? Deren Kinder?
    L ( zunehmend ungeduldig) : Ja doch, wer denn sonst?
    S: Und wenn es kaum noch Kinder gibt?
    L ( schwitzt ein bisschen, nach einigem Grübeln strahlt er plötzlich siegesgewiss): Dann macht man es wie jetzt der Draghi. Ha, kennst Du den etwa nicht?
    S: Doch, der Chef der europäischen Notenbank.
    L ( triumphierend): Also, da sind wir uns wieder einig! Der Draghi von übermorgen druckt einen Haufen Geld, und schwuppdiwupp ist der Schuldschein bezahlt. Das, mein Junge, ist die private Altersvorsorge! Wo ist das Problem?
    S: Und wer stellt dann die Waren her, die ich mir als alter Mann für mein Geld kaufen will? Wer schraubt den Rollstuhl zusammen, wer kocht das Essen, wer betreibt die Apotheke?
    Kann man Geldscheine essen, können Geldscheine mit mir reden, geben sie mir Medikamente?

    L läuft weg und hält sich die Ohren zu.
    S: Wusste ich’s doch: Niemand ist so taub wie jemand, der nicht hören will.

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