Die LINKE zu mehr Gerechtigkeit

Auf Reisen las ich über den genialen Vorschlag der LINKEN, bei einem Wahlsieg die Deckelung für Sozialabgaben abzuschaffen – aus Gerechtigkeitsgründen. Aus mir nicht bekannten Erwägungen hat der deutsche Fiskus eines Tages (?) beschlossen, Sozialabgaben für Gehälter, die über der Bemessungsgrenze  von 52 200 € liegen, den prozentualen Satz zu deckeln, also nicht weiter  zu erheben. Das bedeutet, dass Manager, Generaldirektoren  etc, nicht einen Cent mehr Sozialabgaben zu entrichten haben als ein Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt von 52 200 €. Alles was diese Damen/ Herren in den Chefetagen mehr verdienen, und sei es das Vier- oder Zehnfache und mehr, bleibt aus unerfindlichen Gründen von Sozialabgaben verschont. Mit welcher Berechtigung? In der Schweiz ist das ganz anders geregelt: Hier zahlt jeder, auch der Multimillionär, seinen prozentualen Beitrag  o h n e  Bemessungsgrenze. Daher kann der schweizerische Staat soziale Notlagen auffangen.

Während in Deutschland der Krankenpfleger mit drei Kindern und einem Jahresgehalt von 30 000 € zur Krankenversicherung (7,3% +Zusatzbeitrag 1,1% vom Brutto), zur Rentenversicherung (9,35% vom Brutto), zur Arbeitslosenversicherung (1,5% vom Brutto), zur Pflegeversicherung(1,275% bzw.1,525% von Kinderlosen), in Summa jährlich 6058.-, also ein Fünftel seines Jahreseinkommens allein an Sozialabgaben (ohne Berücksichtigung von jährlich 1104.- Lohnsteuer ) abliefert, gönnt sich der Multimillionär auf seiner Yacht im Mittelmeer sein unverdient verschontes Glück.

Neiddebatte? Nein – die LINKE hat Recht. Warum ist Martin Schulz SPD bis heute nicht auf diese absurde Gerechtigkeitslücke gestoßen?

Bärbel Fischer

 

 

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