Über uns

Warum?

Unser Sozialsystem kollabiert,

denn es werden nur noch halb so viele Kinder geboren, wie zur Erhaltung unseres Sozialsystems notwendig sind. Almosen als Rezept zur Nachwuchsförderung genügen nicht.Armutsrisiko Kinder
Ein Blick in die Sozialhilfestatistik zeigt deutlich: Kindererziehung ist heute der schnellste und sicherste Weg in die Armut geworden. Kinderarmut steigt in Deutschland rapide.Minirente für Eltern,
obwohl sie doch Hunderttausende in das Fortkommen ihrer Kinder investierten.Wer sich für Familiengerechtigkeit einsetzt erntet erfahrungsgemäß Kopfschütteln und sieht sich häufig mit folgendem Einwand engagierter Eltern konfrontiert: Kinder zu bekommen sei doch ein Geschenk, Kinder großzuziehen eine privilegierte Aufgabe im Interesse des Gemeinwohls. Selbst existenzielle Sorgen und finanzielle Engpässe könnten das Glück nicht schmälern, das Eltern durch das Zusammenleben mit ihren Kindern genießen. Das sei mit Geld nicht aufzuwiegen.Diese ehrenhafte Einstellung ist aber leider nur die eine Seite der Medaille. Seit den Nachkriegsjahren verließ sich unser Staat bequem auf diese edle, aber unkritische Gesinnung von Eltern, was sich auf die Familienpolitik leider zunehmend destruktiv auswirkte. Denn die Folgen zeigen sich heute überdeutlich.

Gälten unsere Kinder, wie bei den Naturvölkern, lediglich als Eigentum ihrer Eltern, würden sie ihnen im Alter das zurückgeben, was sie von ihnen in der Jugend bekamen. Aber Kinder sind nach unseren Gesetzen eben nicht mehr allein für die Altersversorgung ihrer eigenen Eltern zuständig, sondern sie haben über das Umlageverfahren von ihrem Erwerbslohn auch jene Zeitgenossen mitzuversorgen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – an der Erziehung von Nachwuchs nicht beteiligt haben oder nicht beteiligen konnten. Ihr Beitrag beschränkte sich lediglich auf Zahlung von Sozialabgaben. Der generative Beitrag jedoch, also die Erziehungsleistung selbst, wird bis heute vom Gesetzgeber nicht honoriert.Wie könnte es denn sonst sein, dass ein kinderloses Ehepaar bis zum 68. Lebensjahr ein Vermögen von 1,3 Millionen lediglich damit erwirbt, dass es die eingesparten Kosten für zwei Kinder in seine Altersversorgung investiert. Hier zeigt sich, dass die Kinderkosten von den Eltern zu tragen sind, vom Kindernutzen aber profitieren alle! Dabei können Geldscheine in Milliardenhöhe in der Sozialkasse keine kranken oder alten Menschen pflegen, Kinder unterrichten, Verkehrswege planen, Felder bestellen etc. Wohin kämen wir ohne Nachwuchs?

Der dramatische demographische Schwund unserer Gesellschaft verlangt dringend ein Umdenken bevor das Versorgungssystem mangels Nachwuchs vollends kollabiert. Diese Gründe sind es, die uns bewogen, den Frust vieler Familien in einer Elterninitiative zu bündeln.

Wozu ?

Wenn Eltern an der Basis sich nicht zusammentun, um diesen Missstand anzuklagen mit dem erklärten Ziel, diesen zu beheben, wird sich gar nichts ändern. Wir wollen die bestehende ungerechte Gesetzeslage ändern. Ohne jeden Erfolg blieben bisher alle privaten Interventionen zur bundespolitischen Korrektur dieses Systems. Daher setzen wir auf einen Vorstoß auf kommunaler, Kreis- und Landesebene. Es ist unser demokratisches Recht, uns an diejenigen zu wenden, die wir auf kommunaler, Kreis- und Landesebene direkt gewählt haben. Unser Ziel ist es außerdem, bei Eltern eine Sensibilität dafür zu wecken, dass sie nach bestehendem deutschen Sozialrecht für ihren Familieneinsatz bestraft statt belohnt werden.

Zudem soll die Öffentlichkeit über die ungerechte Gesetzeslage aufgeklärt werden. Es geht uns nicht um Almosen in Form von Förderung oder Stärkung von Familien, sondern es geht uns lediglich um die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Gerechtigkeit.

Wir fordern !

  • Wirtschaftlich gleich leistungsfähige Personen müssen gleich viel zur Finanzierung staatlicher Aufgaben beitragen(Leistungsfähigkeit)
  • Wer Leistung erbringt, hat Anspruch auf Gegenleistung (Leistungsgerechtigkeit) Kindbedingte Lasten dürfen nicht den Eltern allein aufgebürdet werden, da diese Kinder später die Wohlfahrt aller sichern werden. Ein gerechter Familienlastenausgleich ist erst dann erreicht, wenn bei gleichem Bruttoeinkommen das frei verfügbare Pro-Kopf-Einkommem von Kinderlosen und Familien mit unterschiedlich vielen Kindern gleich ist.
  • Die staatlichen und kommunalen Rahmenbedingungen müssen dem Einzelnen freie Wahl der Lebensform erlauben. Keine Lebensform darf diskriminiert werden (Wahlfreiheit)
  • Gerechtigkeit gegenüber Familien ist die Voraussetzung für die Nachwuchsbereitschaft junger Paare. Eigene Kinder sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar.
  • Wir fordern daher den Einsatz unserer Bürgermeister, Kreisräte und Landtagsabgeordneten, sich auf Bundesebene für unser Anliegen stark zu machen. Familien dürfen nicht weiter die Lastesel der Nation bleiben, denn sie sind es, die den generativen Beitrag zum Fortbestand unseres Staatswesens leisten.

Wer ist angesprochen ?

Angesprochen sind alle Väter / Mütter, ob sie ihre Kinder ohne Partner allein erziehen oder zuhause selbst betreuen und deswegen auf ein zweites Einkommen verzichten, oder ob sie mit zwei Gehältern ihre Kinder durch Dritte betreuen lassen.
Angesprochen sind auch Eltern, deren Kinder bereits selbständig geworden sind.Alle Eltern mit Kindern sind aufgerufen sich zu solidarisieren, egal welche Lebensform sie gewählt haben. Sie alle haben unter der seit über fünfzig Jahren bestehenden Gesetzeslage zu leiden.

Was haben wir vor ?

In einem Offenen Brief mit unserer Forderung haben wir uns vor der Bundestagswahl Anfang September 2009 an die Bürgermeister im Landkreis gewandt. Darin bitten wir die Herren, sich bei den Bundestagsabgeordneten in unserern Anliegen stark zu machen. Dieser Brief wird auf dieser Seite publiziert und soll über die Zeitung ebenfalls an die Öffentlichkeit gelangen.
Ebenso forderten wir unsere Abgeordneten auf, sich in 10 Punkten zu der gegenwärtigen Misere unserer Familienpolitik zu äußern. Die Absicht war, dass sich schnell jene Parteien outen, die für die Anliegen von Familien offen sind und nach Lösungen suchen, damit endlich ein fairer Familienlastenausgleich verwirklicht wird. Das Ergebnis: Keine Rückmeldungen von CDU, FDP, GRÜNE, LINKE. Nur Frau Jenter von der SPD hat sich viel Zeit genommen, aber sie vertritt Vorstellungen, die uns nicht weiterhelfen.Gerne wollen wir Sie auch über interessante familienpolitische Zeitungsartikel und Veröffentlichungen informieren.Über unsere E-Mail-Adresse: info@familiengerechtigkeit-rv.dekönnen Sie uns Ihre Wünsche, Ideen, Anliegen mitteilen. Wir sind gespannt!Es wäre doch super, wenn gerade aus dem Landkreis Ravensburg, in Oberschwaben, ein deutlicher Impuls zu mehr Gerechtigkeit für die Familien unseres Landes käme.

Wie können Sie uns unterstützen ?

Wenn Sie unsere Elterninitiative unterstützen und regelmässig über unsere Aktionen informiert werden möchten, senden Sie bitte eine kurze Mail an info@familiengerechtigkeit-rv.de. Kosten oder Risiken entstehen Ihnen nicht. Nutzen Sie Ihr demokratisches Recht zu freier Meinungsäußerung!
Wir freuen uns über Ihre Ermutigung und Ihre Unterstützung!

6 Gedanken zu “Über uns

  1. Zu dem Punkt der Leistungsfreiheit wollte ich nur sagen, dass ich es schon gut und recht finde, wenn wer leistet auch bekommt. Aber ich wollte auch sagen, dass dies trotzdem ein Punkt ist – zwar der einzige, aber trotzdem – der mich in dem Programm ein bisschen stört.
    Ich bin nämlich sehr für Zuteilungsgerechtigkeit, das heißt, dass der Hilfe bekommt, der sie braucht, und nicht nur der, der sie sich verdient hat.
    Vielleicht ist das sowieso auch die Ansicht von Ihnen hier, und der Punkt im Programm ist nur unglücklich formuliert.

  2. Ich begrüße Ihren Einsatz für Familiengerechtigkeit und Ihre Info-Arbeit. Wenn man erkannt hat, dass die Misere der traditionellen Familie nicht nur ein innerdeutsches Problem ist, sondern Teil eines globalistischen Programmes, und die Zerstörung der Familie von UNO und EU herab vorgegeben wird, ist jede Stimme der Wehrhaftigkeit – und der Wahrhaftigkeit – wichtig.

    http://kreidfeuer.wordpress.com/kreidfeuer/

  3. Volle Zustimmung, Carolus!!
    Es ist genauso, wie Sie sagen. Nur selten werde ich in meiner Meinung bestätigt, dass die UNO nicht das Vertrauen verdient, das ihr entgegengebracht wird. Im Gegenteil, auf sie wird immer als seriöse Instanz verwiesen, wenn es um die Verwirklichung neuer Ungereimtheiten geht. Und Sie haben völlig Recht, von Seiten der EU ist die Zerstörung ebenso vorgesehen wie von der UNO oder der OECD.
    Aber wie soll das jemand verstehen? Ich fürchte, unsere Meinung wird nur als Spinnerei abgetan.

  4. Guten Tag,
    es tut gut zu lesen, daß es immer mehr Initiativen der Familien gibt, sich Gehör und Recht zu verschaffen.
    Kennen sie schon den Verband kinderreicher Familien ? Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene bündeln sie Aktivitäten zum Wohl von Familien.
    Da gibt es große Schnittmengen….

    http://www.kinderreichefamilien.de

    Mit Grüßen für einen strahlenden Advent
    Donatha Castell

  5. Guten Tag,
    es ist falsch zukünfitge Generationen weiter zu belasten, wenn absehbar ist, dass dies bereits deutlich mehrbelastet werden. Das sollten gerade Väter und Mütter in Betracht ziehen.

    Zumal die Anrechnung nicht wirklich Menschen mit geringen Einkommen helfen. Hier ist eine Mindestrente deutlich sinnvoller.

    Diejenigen, die bereits eine relativ hohe Rente haben, profitieren überproportional.

    Ja, es ist auch diesen Menschen (Mann und Frau) zu wünschen mehr Geld für Ihre Erziehungsleistung zu bekommen, jedoch ist die Investition der Gelder sinnvoller bei dem Ausbau von Bildung und Kinderbetreuung investiert.

    Dies resultiert zum Einen aus dem Fakt, dass eine Wahlfreiheit Arbeiten oder Zuhause bleiben, immer noch nicht gegeben ist und Deutschland durch den Fachkräftemangel und die Überalterung deutliche gesellschaftliche und finanzielle Vorteile zurückgewinnen kann.

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