Presseclub: Politik für die Alten auf Kosten der Jungen?

Sehr geehrter Herr Schönenborn!

Leider erlebten wir heute eine Rentendebatte, die stereotyp all das wiederholte, was wir seit Jahren hören und bereits auswendig können. Das liegt auch daran, dass Journalisten zu Wort kommen, die auf ihren Chefredakteursposten Expertenwissen ignorieren.

Dreierlei wird in den Medien konstant und bewusst umgangen:

 

  1. Jeder Cent, der heute von der Erwerbsgeneration ins Umlagesystem einbezahlt, wird morgen an die heutigen Rentner ausbezahlt wird. Nichts bleibt als Kapital zurück. Die Rentenkasse ist kein Sparstrumpf. Das  bedeutet, dass es auf eine ausreichende Anzahl der Beschäftigten ankommt. Sind zu wenige da, kommt zu wenig Geld in die Rentenkasse. Also muss dafür gesorgt werden, dass es möglichst viele Beitragszahler gibt.
  2.  Wie kommt eine Gesellschaft zu ausreichendem Nachwuchs? Man darf Paaren die Nachwuchsbereitschaft nicht erschweren, wie das unsere Politik / unser Sozialgesetz seit Jahrzehnten ignorant praktiziert. Denn
  • Familien werden überproportional mit Verbrauchssteuern belastet,
  • sie bekommen kaum bezahlbaren Wohnraum,
  • Lohndumping, unbefristete Arbeitsverträge erlauben höchstens ein Kind.
  • Rentenansprüche werden ausschließlich durch Erwerbsarbeit, aber nicht aus humaner Erziehungs-und Pflegearbeit erworben.
  • Der familiäre Dienst am jungen wie am alten Menschen gilt unserer Politik als Hobby.

Nur außerhalb der Familie wird er geringfügig lohn-und rentenwirksam.

  • Familien mit Kindern zahlen gleich hohe Sozialbeiträge wie Singles, egal wie viele Kinder die Eltern zu ernähren haben.
  • Kinderkosten werden privatisiert, Kindernutzen sozialisiert!

Fragt sich noch jemand, warum 27% aller Paare Kinder gar nicht mehr vorsehen?

3.   Eine   total verfehlte Bevölkerungspolitik, die nicht mehr unterscheidet zwischen  Ansprüchen von Familien und Nichtfamilien, hat zwangsläufig, aber auch zu Recht, mit einem dauerhaften Rentenproblem zu kämpfen. Angenommen, unsere Politik würde heute umsteuern und alle Nachwuchs hemmenden Faktoren beseitigen, so hätten zumindest die Rentner in 30 Jahren, also ab 2050 die Aussicht auf ein auskömmliches Alter. Doch dieser Aspekt kommt in den Debatten nie zur Sprache, weil es politisch nicht gewollt ist.

Fazit:  Nach der 187. Rentendebatte begreift auch der einfältigste TV-Nutzer, was Sache ist.  Zu behaupten, unser Rentensystem sei schwierig und intransparent, ist kaum nachzuvollziehen. Im Gegenteil – es ist als Umlageverfahren klar und schlüssig. Nur           g e r e c h t   ist es nicht, weil es zwar Erwerbsarbeit berücksichtigt, Familienarbeit jedoch missachtet. Die Frage bleibt, warum bei aller Einsicht in die Problematik sich in unserem politischen System nichts ändert, warum also unser Sozialgesetz nicht in Richtung Familiengerechtigkeit reformiert wird, wie  es das Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach gefordert hat. Die kapitalistische wie sozialistische Antwort lautet: Wirtschaftliches Wachstum um jeden Preis, speziell auf Kosten ent-elterter Kinder mit Bindungsdefiziten in Ghettos. Ob solche Kinder in 30 Jahren noch bereit sein werden, für die alternde Generation ihrer Eltern aufzukommen, ist eine Frage, die sich noch stellen wird.

i. A. der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

 

Herzliche Einladung zum “Familienpolitischen Abendgebet & Dialog Familie”

Familienbund der Katholiken                                     
im Bistum Augsburg                                                                     
Familienpolitisches Abendgebet
& Dialog Familie
 
 
Wenige Tage vor der Bundestagswahl lädt Sie der Familienbund noch einmal ganz herzlich zu einem familienpolitischen Abendgebet und im Anschluss daran zu einem Vortrag im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Dialog Familie“ ein:
 
Birgit Kelle: „Ehe und Familie – einfach unersetzlich“
       
Donnerstag, 21. September 2017
Beginn um:  19.00 Uhr mit einem familienpolitischen Abendgebet
in der Hauskapelle Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, 86150 Augsburg.
 
Im Anschluss an das Abendgebet beginnt um ca. 19.45 Uhr der Vortrag ebenfalls im Haus St. Ulrich. Referentin ist die bekannte Journalistin und Kolumnistin Birgit Kelle.
Anschließend steht die Referentin für Rückfragen und Diskussion zur Verfügung.
 
Über Ihre Teilnahme am familienpolitischen Abendgebet und an der Veranstaltung „Dialog Familie“  würden wir uns sehr freuen.
Das Abendgebet und die Veranstaltung sind öffentlich. Wenige Tage vor der Bundestagswahl sind das Abendgebet und das Referat besonders wichtig. Daher rühren Sie gerne und kräftig die Werbetrommel und geben Sie den Termin unbedingt an alle Interessierten weiter.
 
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen!
 
 
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Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg
Kappelberg 1 | 86150 Augsburg
Tel. 0821 3166-8851 oder -8852 | Fax 0821 3166-8859
 
 

 

Kindeswohl und Elternrechte spielen beim Wahl-O-Mat keine Rolle

Liebe Nutzer unserer Seite,

um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich darüber zu informieren, was die einzelnen Parteien auf die Wahlprüfsteine des Bündnisses  RETTET-DIE-FAMILIE antworten,  habe ich deren Wahlprüfsteine auf Platz 1 gehoben.  

Doch ich möchte Sie darauf hinweisen, dass weitere aktuelle und lesenswerte Beiträge  u n t e r h a l b  des TOP-Artikels auf Ihr Interesse stoßen könnten. Bitte lassen Sie Ihrem Interesse freien Lauf!

Bärbel Fischer

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Pressemitteilung des Bündnis “Rettet die Familie”

Wahl-O-Mat? Familienpolitik kommt nicht vor!

 

Der zur Bundestagswahl von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entwickelte Wahl-O-Mat wird auch vom Bündnis „Rettet die Familie“ grundsätzlich als eine gute Idee angesehen, die die Meinungsbildung der Wähler/innen erleichtern kann.

Kritik wird allerdings an der sehr einseitigen Themenauswahl geübt. Der stellv. Vorsitzende des Bündnisses, Dr. Johannes Resch, äußert sich dazu: „Die einseitige Themenauswahl, wie z.B. das Weglassen der Familienpolitik, ist offensichtlich auch dadurch bedingt, dass die Bundeszentrale auf solche Fragen verzichtet hat, die zwischen den etablierten Parteien nicht strittig sind. Familienpolitik gehört dazu. Aber unfair ist das gegenüber den restlichen Parteien, die z.T. durchaus abweichende Akzente in der Familienpolitik setzen, die jedoch im Wahl-O-Mat nicht erkennbar werden, aber für Eltern wichtig sind.

So wird das BAFÖG angesprochen, das Kindergeld aber nicht. Studenten sind eben Wähler und Kinder nicht. Die Thematisierung der Ganztagsbetreuung der Kinder lässt den Anspruch des Finanzkapitals durchschimmern, das möglichst alle Eltern zwecks Lohnsenkung in Vollerwerbstätigkeit sehen will. Vom Anspruch selbstbetreuender Eltern auf Gleichberechtigung ist dagegen nicht die Rede. Wie sollen Eltern zu einer vernünftigen Wahlentscheidung kommen, wenn sowohl die zunehmende Familienarmut als auch die Bevormundung der Eltern mit keiner einzigen Frage angesprochen wird?

  • Diskriminierung der Eltern im Rentenrecht – kein Thema!
  • Diskriminierung junger Eltern und Mehr-Kind-Eltern beim Elterngeld -kein Thema!
  • Bevormundung statt Wahlfreiheit bei der Kindererziehung – kein Thema!

Der Wahl-O-Mat demonstriert, wie berechtigt es war, dass das Bündnis den Parteien Wahlprüfsteine vorgelegt hat, die im Gegensatz zum Wahl-O-Mat eine echte Entscheidungshilfe für Eltern sind.“

Die Wahlprüfsteine sind nachzulesen unter den Links:

http://www.rettet-die-familie.de/rdf_files/images/content/WPS_BTW_2017_Antworten.pdf 

und

http://familienarbeit-heute.de/?p=4817

Schäuble überzeugt vom Erfolg der Regierung

Schwäbische Zeitung, 2. September 2017 – Nachrichten und Hintergrund
Jubelbotschaften aus Berlin sollen die Wählerschaft  im Süden davon überzeugen, wie profitabel die GROKO  in der vergangenen Legislaturperiode von 2013 bis 2017 gewirtschaftet hat. Mag sein, dass sich das Konto so einiger Manager formidabel vervielfacht hat, den Familien jedenfalls wurden seit 2009 weitere tausend Euro jährlich gekappt, egal ob sie  35 000 € oder mehr jährlich verdienten. Je mehr Kinder, umso mehr Defizit im Portemonnaie. Da kann sich der Herr CDU-Finanzminister doch auf die eigenen Schulten klopfen! Kinder von generativen Eltern in die Armut zu treiben – eine regierungsamtliche Großtat!
http://elternklagen.de/wp-content/uploads/2017/02/Schaubild_Horizontaler_Vergleich_Text.pdf

Wie zum Hohn reklamiert Schäuble die Notwendigkeit, in BILDUNG zu investieren! Aber wenn sich Eltern Lernmittel für mehrere Kinder nicht einmal mehr leisten können, geschweige Klassenfahrten, Sportvereine etc., dann ist Schäubles Plädoyer nichts als hohles Geschwätz! Solange Familien die Verlierer der Gesellschaft sind, solange wird sich am Bildungsprekariat nichts ändern.

Ausweg aus der Sackgasse wäre eine Politik, die sich an den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts orientiert, nämlich:

  • Eltern dürfen wegen ihrer Kinder nicht in Nachteil geraten gegenüber Bürgern ohne Nachwuchs. Das heißt konkret: Jedes Kind braucht die gleichen Bildungschancen, egal ob es Einzelkind oder 5. Kind einer Familie ist.
  • Eltern dürfen bei der Rente gegenüber nachwuchslosen Bürgern nicht benachteiligt werden, weil sie ja  schließlich künftige Beitragszahler großzogen.

Trotzdem tun die Regierungsparteien so, als ob Familien Recht geschehe.

 

Leserbrief:
“….Minister Dr. Wolfgang Schäuble meint, es gäbe wohl kein besseres Jahr als 2017 geboren zu werden. Von Herzen wünsche ich diesem Jahrgang, dass Minister Schäuble Recht behalten wird, insbesondere weil ich dessen Einschätzung nur schwer zu teilen vermag.
Denn ich frage mich, ob die Politik der vergangenen Legislaturperioden dieser Generation nicht doch massive Defizite und kaum bewältigbare Baustellen hinterläßt. Um nur ein paar wichtige zu nennen:
  • Schon in ihrer frühen Kindheit müssen die Jetzt-Geborenen lernen ihre emotionalen Bedürfnisse den ökonomischen Interessen unterzuordnen.
  • Der demographiebedingte Anstieg der zu versorgenden Rentner und nicht integrierbarer Migranten wird die Sozialbudets bzw. Sozialbeiträge in schwindelerregende Höhe treiben.
  • Und sollte ein geeintes Europa Bestand haben, wird wohl nochmals tief in die Taschen der nachwachsenden Generation gegriffen werden.
Ob sich die Heute-Geborenen durch ihre frühkindliche Bildung in den Kitas zu solchen Genies entwickeln, dass sie die genannten Probleme durch entsprechenden technologischen Fortschritt kompensieren können, ist eine vage Hoffnung.
Gelingt es nicht, dann steht ihnen wohl eine staatlich gelenkte Taschengeldgesellschaft ins Haus.
  • Und dann noch eines: Ministerin Özoguz hat ja schon angekündigt, dass schon die jetzige, aber vor allem die nachwachsende (deutschsprechende?) Generation das kulturelle Zusammenleben täglich neu aushandeln müsse, und das werde für sie sehr schmerzlich sein. Ich empfand es schon jetzt als sehr schmerzlich, dass man zum Blutritt nach Weingarten nur noch unter dem massiven Schutz von Polizisten mit Maschinenpistolen teilnehmen konnte.
Stellt man im jetzigen Wahlkampf Politikern zu den obigen Themen Fragen, wird man als Spielverderber und als “rechts” abgestempelt in einem Land, “wo wir so gut und gerne leben”.
Eduard Grabherr
Ziegelstrassse 47
88456 Ingoldingen
Tel. 07351/1531

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann,

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann,                              sehr geehrter Herr Erb,                                                                               

haben Sie Dank für Ihre freundliche Antwort. Wir erlauben uns, Ihr Antwortschreiben mit unseren Bemerkungen zu ergänzen, wohl wissend, dass Sie diese möglicherweise ignorieren. Im Interesse der GRÜNEN würden wir Ihnen unsere Sichtweise trotzdem wärmstens ans Herz legen, denn aus Sicht vieler Familien in Deutschland liegen sowohl GRÜNE wie auch SPD, FDP und LINKE im Clinch mit Familien, weil diese endlich, endlich verfassungsgemäß behandelt, und nicht nur mit lächerlichen Almosen abgespeist werden wollen.                  

Was die SPD als Gerechtigkeit verkauft, ist genau das Gegenteil dessen, was Familien selber wollen. Sie wollen ihre Kleinkinder nämlich nicht auswärts deponieren, sondern solange in ihren eigenen Armen halten, bis ihre Knirpse in stabiler Bindung an die Eltern mit drei Jahren selbst die Welt erobern wollen. Das bedeutet, dass die Politik  für jedes geborene Kind mindestens drei Jahre Familienzeit  gewähren muss, ohne Mütter mit drohender Altersarmut zu ängstigen. Als eines der reichsten Länder muss es möglich sein, Familie und Beruf  n a c h e i n a n d e r  zu befrieden. Nützt uns ein stabil gebundenes, kreativ – resilientes Kind, oder nehmen wir vorlieb mit einem defizitär sozialistisch angepassten  jungen Menschen?

Kleinkinder wie Greise in Ghettos zu halten, macht keine menschenwürdige Gesellschaft. Gilt jedoch ( paradoxerweise) auch für die Grünen die neoliberale Profitmaxime, so werden wir in wenigen Jahren eine narzisstische Gesellschaft geschaffen haben, der das Wohl der Mitbürger mehr als schnuppe ist.

Die BTWahl 2017 wird entscheiden, ob wir so blind und taub weitermachen wie bisher, oder ob wir aufwachen und die Reißleine in Richtung Humanität ziehen.

Entscheiden Sie selbst, Herr Kretschmann, was GRÜNE Politik ist, ob der Mensch mindestens so viel zählt wie der Juchtenkäfer im Schlossgarten.  Meine zehn Enkel wollen  nicht zusammenbrechen unter der generationen-vergessenen Politik von 2017.

In diesem Sinne grüße ich Sie zuversichtlich

i. A. des FORUMS FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

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Bitte beachten Sie:

Die jeweilen Bemerkungen unsererseits sind fettgedruckt und in Klammern gesetzt. Bärbel Fischer

 

Sehr geehrte Frau Fischer,

haben Sie Dank für Ihr weiteres Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten und die beigefügten Stellungnahmen einiger Bürgerinnen und Bürger. Er hat mich gebeten, Ihnen erneut zu antworten.

Das Bundesverfassungsgericht gibt dem Gesetzgeber vor, das Grundgesetz im Lichte der sich wandelnden Wertvorstellungen auszulegen. Der auch von Ihnen angesprochene Wertewandel ist wichtig. Denn viele Wertvorstellungen, die früheren Gesetzen vorlagen, erscheinen uns rückblickend betrachtet sehr befremdlich. So waren Frauen bis 1977 nach dem Gesetz verpflichtet, den “Haushalt in eigener Verantwortung zu führen” (also waren sie damals noch autonom ! ) und sie durften nur erwerbstätig sein, “soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist“ ( Ist das heute anders? Darf eine Frau wegen ihrer Berufstätigkeit ihre Pflichten in Ehe und Familie vernachlässigen? Nein, sonst ist die Ehe kaputt und die Kinder  müssen vom Jugendamt betreut werden ). Ein gutes Beispiel ist auch die Strafbarkeit von Homosexualität bis Ende der 1960er Jahre. ( Das AGG stellt Diskriminierung von Minderheiten unter Strafe. Homosexuellen Paaren darf wegen ihrer sexuellen Orientierung eine Wohnung nicht verweigert werden. Wenn jedoch ein Paar mit 2 oder drei Kindern eine Wohnung sucht, darf sie straflos abgewiesen werden, weil Kinder als wertmindernd gelten. Eine brutale, aber akzeptierte Diskriminierung !) .Solche Diskriminierungen sind heutzutage nicht mehr ( nein,  immer noch ) gesellschaftsfähig.

 

Da das Grundgesetz keine Definition von Ehe vorsieht, muss der Gesetzgeber den Begriff der Ehe ausgestalten. ( Hat das BverfG die Definition EHE je in Zweifel gezogen? Oder waren es doch eher die Ideologen?) In unserer repräsentativen Demokratie erfolgt die Gesetzgebung –  auch wenn gesetzlichen Regelungen häufig Wertvorstellungen zugrunde liegen – nicht im Rahmen von Volksabstimmungen, sondern durch das Parlament. ( Kaum jemand fühlt sich in unserem Land noch durch das Parlament vertreten – leider! )

 

Letztendlich folgt der Beschluss zur Öffnung der Ehe einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine solche eintritt ( Die  gesellschaftliche Entwicklung könnte z. B. auch den Sonntag als Ruhetag abschaffen wollen oder das Kindergeld oder die Strafbarkeit von Drogenhandel ) und die sich auch im Parlament wiederspiegelt. ( Im Parlament spiegelt sich schon längst keine Mehrheitsmeinung wieder, sondern eine medial linksgrünfeministische Ideologie ) In diesem Zusammenhang muss auch wahrgenommen werden, dass es wohl kaum eine gesellschaftliche Debatte der letzten Jahrzehnte gab, in der die Ehe so viel Anerkennung erfuhr. ( Warum wollen die einstigen EHE-Schmäher plötzlich vor  das Standesamt? Anerkennung wofür? Für Treueschwüre? Nun also steht der Trauschein, losgelöst von der staatstragenden  Generativität unter staatlichem Schutz ).

Die gegenseitige Verantwortungsübernahme einer Ehe kann ein Fundament einer solidarischen Gesellschaft sein und ist daher für einen Staat besonders schützenswert.      ( Ich würde Ihnen zustimmen, wenn diese Paare ihre Altersbezüge allein erwirtschafteten, anstatt sie von den Kindern jener Eltern zu erwarten, die noch die Mühe und den Verlust, nicht nur an Einkommen, sondern auch an Wertschätzung auszuhalten hatten.) 

Gerade aus dieser Hochschätzung für das Institut EHE erfolgt ihre Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Aus Sicht des Herrn Ministerpräsidenten schwächt diese Öffnung die Ehe nicht, sondern stärkt sie. ( Genau dies können Eltern nicht nachvollziehen, weil sie von der Gesellschaft seit Jahrzehnten als die Deppen der Nation behandelt werden, wie Sie leicht dem horizontalen Vergleich des Deutschen Familienverbandes DFV entnehmen können:

http://www.deutscher-familienverband.de/publikationen/fachinformationen/send/2-publikationen/211-horizontaler-vergleich-2017

Hier wird ersichtlich, wie Familien durch unser Sozialgesetz systematisch ins Prekariat getrieben werden. Mit jedem weiteren Kind gerät die Familie tiefer ins Minus beim frei verfügbaren Einkommen. Keine Regierungsinstitution konnte diesem Vergleich widersprechen, weil er FAKT ist. Doch das linksgrüne Geschrei beim Betreuungsgeld von lächerlichen 150.- war hämisch, entwürdigend, diffamierend und einer demokratischen Gesellschaft höchst unwürdig.)

Ich richte Ihnen die freundlichen Grüße des Herrn Ministerpräsidenten aus.                      Mit freundlichen Grüßen                                                                                                 Steffen Erb

P. S. Obiges  Schreiben inkl. zweier Kommentare ging heute per Post ans  Staatsministerium Stuttgart.

Antwort aus Stuttgart

Die gesammelten Kommentare unserer Leser an das Stuttgarter Staatsministerium zum Thema”Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partner” beantwortete das Stuttgarter Staatsministerium wie folgt am 30. 08. 2017:

 

Sehr geehrte Frau Fischer,

haben Sie Dank für Ihr weiteres Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten und die beigefügten Stellungnahmen einiger Bürgerinnen und Bürger. Er hat mich gebeten, Ihnen erneut zu antworten.

Das Bundesverfassungsgericht gibt dem Gesetzgeber vor, das Grundgesetz im Lichte der sich wandelnden Wertvorstellungen auszulegen. Der auch von Ihnen angesprochene Wertewandel ist wichtig. Denn viele Wertvorstellungen, die früheren Gesetzen vorlagen, erscheinen uns rückblickend betrachtet sehr befremdlich. So waren Frauen bis 1977 nach dem Gesetz verpflichtet, den “Haushalt in eigener Verantwortung zu führen” und sie durften nur erwerbstätig sein, “soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.” Ein gutes Beispiel ist auch die Strafbarkeit von Homosexualität bis Ende der 1960er Jahre. Solche Diskriminierungen sind heutzutage nicht mehr gesellschaftsfähig.

 

Da das Grundgesetz keine Definition von Ehe vorsieht, muss der Gesetzgeber den Begriff der Ehe ausgestalten. In unserer repräsentativen Demokratie erfolgt die Gesetzgebung –  auch wenn gesetzliche Regelungen häufig Wertvorstellungen zugrunde liegen – nicht im Rahmen von Volksabstimmungen, sondern durchras Parlament.

 

Letztendlich folgt der Beschluss zur Öffnung der Ehe einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der sie Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine solche eintritt und die sich auch im Parlament wiederspiegelt. In diesem Zusammenhang Mus auch wahrgenommen werden, dass es wohl kaum eine gesellschaftliche Debatte der letzten Jahrzehnte gab, in der die Ehe so viel Anerkennung erfuhr.

 

Die gegenseitige Verantwortungsübernahme einer Ehe kann ein Fundament einer solidarischen Gesellschaft sein und ist daher für einen Staat besonders schützenswert. Gerade aus dieser Hochschätzung für das Institut EHE erfolgt ihre Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Aus Sicht des Herrn Ministerpräsidenten schwächt diese Öffnung die Ehe nicht, sondern stärkt sie.

 

Ich richte Ihnen die freundlichen Grüße des Herrn Ministerpräsidenten aus.                      Mit freundlichen Grüßen                                                                                                 Steffen Erb

 

Trotzdem bleibt die Frage nach der staatstragenden Generativität unbeantwortet, ebenso wie die Frage, ob denn die Parlamentarier im Sinne ihrer Wähler abstimmten, oder nur nach eigenem generationenblinden  Mainstream.

 

Sollten Sie, liebe Leser dazu einen Kommentar beisteuern wollen, so werden wir diesen wieder nach Stuttgart schicken. Danke!

Unser Statement:

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

von Herrn Erb wurde uns Ihre Antwort auf unsere Anfrage zum Thema “Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare” übermittelt. Diese lässt sich nachvollziehen, wenn man ausblendet, dass die Väter des Grundgesetzes eine solche Variante überhaupt nicht  vorgesehen hatten, als sie Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates stellten. Warum sollten sie ausgerechnet Familie mit Kindern bevorzugen? Aus Kinderliebe? Aus Nostalgie? Eher doch aus  der Überzeugung, dass Familien in unserem Sozialgesetz immer noch den Kürzeren  ziehen! gegenüber Single! Kein Staat kommt ohne ausreichenden Nachwuchs aus, weil dieser die Altersrenten der Elterngeneration zu finanzieren hat. Das sind heute mindestens 2,3 Kinder pro Frau, um die wachsende Zahl  freiwillig kinderloser Bürger per Umlage mit zu verhalten. Diese stützen sich heute problem- und sorglos, obwohl sie viel zu wenig in die kommenden Generationen investierten, mit ihren Ansprüchen auf jene Elternpaare, die unter großen Entbehrungen zulasten ihrer eigenen Altersvorsorge, noch Kinder groß zogen.
Hier, Herr Kretschmann, liegt der Hund begraben! Ob sich ein gleichgeschlechtliches Paar ohne Kinder einfach das Ehegattensplitting sichern will, oder ob es mit einem, wie und von wem auch immer gezeugten Kind, egoman seine Elternliebe befriedigt – beabsichtigt war solches vom Grundgesetz  niemals. Man muss sich schon fragen dürfen, welche Motive hinter einer solchen Entscheidung liegen. Fakt ist nämlich, dass Familien mit mehreren Kindern finanziell dramatisch ins Hintertreffen geraten, ohne dass sich die Politik überhaupt dafür interessiert. Sehen Sie sich doch mal an, wie Familien mit jedem weiteren Kind unter ihr jährliches Existenzminimum rutscht, weil der Gesetzgeber bei den Sozialabgaben keinen Unterschied macht, ob Single oder Familien mit drei, vier oder fünf Kindern. Für den Gesetzgeber spielt es bis heute keine Rolle, welch veritable generative Leistungen Eltern erbringen, um dem Staat künftige Beitragszahler zu liefern.
Hier der horizontale Vergleich des Deutschen Familienverbands DFV , der unwidersprochen die Fakten verdeutlicht:
Nein, Herr Kretschmann, grüne Politik blendet die Realität aus. Und das ist absolut kein Aushängeschild. Daher werden die Bürger Ihre Partei abwählen, weil sie sich der Realität eben nicht stellt. In Ihren Gründungsjahren hatten Sie noch Sympathien für Familien. Die sind aus feministisch-ideologischen Gründen inzwischen gestorben. Leider hatte ich speziell Ihnen zugetraut, Ihre GRÜNEN auf den Pfad menschlicher Ökologie zu führen, in dem Sinne, dass Menschenkinder ohne Armut aufwachsen dürfen. Nur leider habe ich mich gründlich getäuscht.
Meine Stimme werden die GRÜNEN nicht bekommen.
Bärbel Fischer

Leistung wird bestraft

Der Deutsche Familienverband DFV beklagt, dass Familien von Geringverdienern skandalös  zur Kasse gebeten werden und belegt dies anhand eines Schaubilds.

Keine unserer Parteien,  auch wenn sie vor der Bundestagswahl noch so laut GERECHTIGKEIT skandieren, nimmt sich dieses Problems an. Daher müssten Familienverbände noch viel aggressiver auf die Politik zugehen, um auf das Unrecht aufmerksam zu machen.

Siehe Startseite des DFV!

 

Zugang zum Horizontalen Vergleich 2017 des Deutschen Familienverbands:

://www.deutscher-familienverband.de/publikationen/fachinformationen/send/2-pu http blikationen/211-horizontaler-vergleich-2017

 

 

Studie: Sind Homo-Eltern für Kinder genauso gut wie Mutter und Vater?

Mit Kritik antworten Frau Birgit Kelle, Hartmut Steeb und Dennis Riehle auf die Studie, die IDEA in ihrer neuen Ausgabe vorstellt.

 

https://www.idea.de/gesellschaft/detail/sind-homo-eltern-fuer-kinder-genauso-gut-wie-mutter-und-vater-102105.html

 

Leserbrief 

 

Startchancen bleiben verzerrt

Es bleibt entscheidend, ob die gleichen Ausgangsperspektiven bestehen. Versuchen wir eine biologische Elternschaft durch eine soziale zu ersetzen, normieren wir etwas zwanghaft um, was offenbar nicht grundlos evolutionär bedingt in seiner Unterschiedlichkeit, in seiner Gegensätzlichkeit von Mann und Frau, von Vater und Mutter, geschaffen wurde.

 

Gerade, weil Kinder in jungen Jahren einen erhöhten Bedarf an Orientierung unterschiedlicher Persönlichkeitsmerkmale, Werte und Eigenschaften bedürfen, werden bei homosexuellen “Eltern” Startchancen verzerrt, die später nicht mehr aufgeholt werden können. Denn zwei gleichgeschlechtliche “Eltern” können die Symbiose nicht abbilden, die ergänzende Einheit, der sich anziehende Antagonismus der Geschlechter, auch wenn die emotionale Bindung zwischen zwei Homosexuellen ähnlich stark sein mag wie bei Heterosexuellen.

 

Dies bleibt aber bedeutungslos, solange das für das Kind – und nicht für die Eltern – wahrnehmbare Abbild eben keine zwingende Divergenz zeigen kann, sondern die Einseitigkeit der Geschlechter widergibt, die aber der Mehrheit in der Bevölkerung, im späteren sozialen Umfeld der Kinder, nicht entspricht. Insofern sind sowohl für die Bildung differenzierter Charaktereigenschaften, aber auch für die Fähigkeit, die Realität der bipolaren sexuellen Identitäten im Lebensverlauf als Disparität in einem positiven Sinne wahrzunehmen, heterosexuelle Eltern im Vorzug.

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

 

Webpräsenz:

www.Dennis-Riehle.de

 

 

Buchempfehlung zur aktuellen gesellschaftlichen Situation

Der Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz veröffentlichte 2017 das lesenswerte Buch:

Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am “System” abzureagieren.
Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. ”Das falsche Leben”  ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Zur Vorstellung dieses Buches gibt es ein Video:

https://www.youtube.com/watch?v=tJlZNmqMcD4

 

Sehr aufschlussreich auch das Video zur vierten Kanzlerschaft von Angela Merkel: “Deutschland auf der Couch”

https://www.youtube.com/watch?v=Us8n0RBRsKw