Kinder sind unser größter Schatz

Sehr geehrte Frau Maybrit Illner,

 

Ihre gestrige Sendung zum Pflegenotstand ( 18. 09. 2014 ) hat uns sehr verwundert. Die Beiträge Ihrer Gäste schilderten zwar die blanke Realität. Aber weder Sie noch die Damen und Herren aus Ihrer Runde stellten die einzig entscheidende Frage, warum  denn Deutschland  in diesen Notstand von 30 000 fehlenden Fachkräften geraten ist, und wie man auf lange Sicht wieder aus diesem Dilemma kommt. Anscheinend gibt es heute nur eine einzige kurzsichtige Option: ausländische Pflegekräfte anheuern, die dann allerdings in ihren Heimatländern fehlen.

Die Ursache für diesen Notstand ist in der schrumpfenden Bevölkerung zu suchen. Seit 1965 werden heute nur noch halb so viele Kinder geboren. Die fehlenden 650 000 Kinder hätten wir dringend gebraucht, um unser Sozialsystem zu stabilisieren ( wobei Kinder nicht als Retter der Altersversorgung zu gelten haben ). Schrumpfung  ist kein Naturgesetz, sondern ließe sich sofort beheben, würde man in Deutschland Familien nicht seit Jahrzehnten mit doppelten Abgaben ( privat gestemmte Kinderkosten, einschließlich 19 % Verbrauchssteuern PLUS  familienblinde*) Beiträge in die Rentenkasse. ) strangulieren. 

*) familienblind heißt: Der Vater von 6 Kindern zahlt den gleichen Betrag wie ein Single, obwohl er sein Einkommen durch 8 teilen muss.

 

Es ist unseres Erachtens ein unverzeihlicher Fehler der Medien, das Problem der Altenpflege kurzsichtig nur von heute auf morgen zu betrachten und die künftigen Generationen sträflich auszuklammern. Was ist mit der Altersversorgung unserer Enkel, wenn ausländische Kräfte nicht mehr zur Verfügung stehen werden, oder wenn diese ebenfalls auf Nachwuchs verzichten, weil in Deutschland familienorientierte  Elternschaft weder erwünscht noch honoriert wird?

 

Kindermangel ist die logische Folge völlig verfehlter Familienpolitik, die mit Pflästerchen hier und Pflästerchen dort Eltern zu Bittstellern degradiert. Was kann man gegen Kindermangel tun? Der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Zeh, gibt anlässlich des Weltkindertages am 21. September eine klare Antwort.

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/355-kinder-sind-unser-groesster-schatz

 

Mit besten Grüßen im Auftrag der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

Koalition stockt Mittel für Elterngeld auf

30 Millionen Euro kann Frau Schwesig  2015 mehr für das bundesdeutsche Elterngeld einplanen. Das hat die Koalition beschlossen, berichtet die Schwäbische Zeitung heute unter “Nachrichten und Hintergrund”, da “zunehmend mehr Väter die Auszeit im Job in Anspruch nähmen. Der Haushaltsansatz im Einzelplan betrage für 2015 also 5,4 Milliarden Euro.”
Leserbrief
Sowohl die Einkommensbezogenheit des Elterngeldes als auch die einseitige Förderung der Krippenerziehung sind   u n v e r e i n b a r  mit dem Gebot der Gleichheit vor dem Gesetz nach Art. 3 Grundgesetz. Dadurch werden Eltern 1. und 2. Klasse geschaffen, weil nicht die Erziehungsleistung selbst honoriert wird, sondern das zuvor erreichte Einkommen. So kann eine voll erwerbstätige, bislang kinderlose Frau den Höchstsatz bekommen, also das Sechsfache dessen, was eine Mutter von mehreren Kindern wegen Erwerbslosigkeit oder Teilzeiterwerb mit dem Mindestsatz von 300 Euro erhält. Weil Väter meist die höheren Einkommen beziehen, werden sie beim Elterngeld zusätzlich noch den Müttern vorgezogen. Diese staatliche Manipulierung von Eltern ist zwar politisch exakt so gewollt ( Ursula v.d. Leyen CDU, Manuela Schwesig SPD ), verstößt jedoch massiv gegen Art. 6, Abs. 1 GG und gegen das Elternrecht nach Art. 6, Abs. 2 GG.
Bärbel Fischer

 

Nie wieder Krieg!

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  hat sich mit ihrem Forum der Information darüber verschrieben, welche mächtigen Kräfte  sich hinter unseren familienpolitischen Aktionen verstecken. Angesichts der brisanten und hochgefährlichen weltpolitischen Lage scheint unser Anliegen jedoch nur noch ein winziges Miniproblemchen zu sein. 

Wirklich? 

Wollten wir unseren Kindern nicht eine lebenswerte Zukunft sichern? Können wir dann seelenruhig  zuschauen, wie unsere Politiker glauben, Konflikte mit Waffen aus der Welt zu schaffen? Haben wir nicht genug gelernt aus zwei Weltkriegen?  Sind 60 Jahre Frieden in Europa schädlich für die Rüstungsindustrie? Zündeln wir schon wieder zu deren Gunsten? Hat die junge deutsche Generation nicht schon genug damit zu tun, unsere dramatische Verschuldung und die Lasten  der Altersversorgung zu schultern? Muss man unseren Kindern jetzt auch noch Kriegslasten aufbürden? Denn mit jeder verkauften deutschen Waffe steigt die Gefahr, zur Kriegspartei zu werden.

Niemals wieder Krieg, wenn uns unsere Kinder und Kindeskinder heilig sind!

Urteilen Sie selbst!

https://www.youtube.com/watch?v=PIyd9tXdKpY#t=465

Studie mit Passauer Beteiligung zeigt: Mehr Krippen führen zu mehr Geburten

Mehr Krippenplätze führen zu mehr Geburten. Das ist das Resultat einer neuen Studie des ifo Instituts, an der auch die Universität Passau beteiligt war. Die Studie hat erstmalig den Ausbau der Krippenplätze in Westdeutschland auf den Zusammenhang mit der Geburtenrate untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass ein Anstieg der Betreuungsquote für unter dreijährige Kinder um zehn Prozentpunkte zu einem durchschnittlichen Anstieg der Geburtenrate um 2,8 Prozent führt. „Krippenplätze verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erläutert Prof. Stefan Bauernschuster von der Universität Passau.

Sehr geehrter Herr Professor Bauernschuster!

Aus Ihrer Pressemitteilung vom 27. Mai 2014  geht hervor, dass Ihre STUDIE auf wunderbare Weise genau das Ergebnis lieferte, das sich die Bundesregierung so sehr gewünscht hat, nämlich dass ein vermehrtes Angebot an Kinderbetreuung auch eine vermehrte Geburtenrate bewirkt. Wie praktisch für unsere smarte Frau Familienministerin Schwesig, denn die Bundesregierung sichert sich vorsichtshalber “wissenschaftlich” ab, wenn sie – ohne demokratische Legitimation – weitere Milliarden in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. Dass dadurch jene Eltern noch mehr ins Hintertreffen geraten, die sich selbstverantwortlich der Erziehung ihrer Kleinkinder widmen ( durch Art. 6 GG verpflichtet ), steht außer Frage.

Wir fragen: Ist je eine Studie erstellt worden, die nachweist, wie sich mütterliche WAHLFREIHEIT auf die Geburtenrate auswirkt? Dazu müssten, wegen der Vergleichbarkeit, jene Summen, die der Staat für die außerfamiliäre Kinderbetreuung investiert ( ca. 1000.- € monatlich), auch jenen Eltern zu personaler 1:1-Betreuung verfügbar gemacht werden, die auf eine Erwerbsarbeit zugunsten ihrer Wunschkinder verzichten. Wegen der fehlenden Vergleichbarkeit halten wir Ihre Studie daher kaum für aussagekräftig. Wir behaupten nämlich, dass wir Eltern uns leichter für ein 2., 3., 4., Kind entscheiden würden, müssten wir nicht extrem, bis hin zur Armut,  Monat für Monat teuer dafür bezahlen *). Unseres Wissens ist der Versuch, Eltern ihr persönliches Familienmodell wählen zu lassen, noch NIE gemacht worden, denn diese Option ist von der Bundesregierung überhaupt nicht mehr vorgesehen, und sie gibt auch keinen Cent für eine VERGLEICHENDE  STUDIE aus. Der demografische Schwund ist aufgrund seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigter Familienpolitik inzwischen so dramatisch, dass die BR glaubt, auf Kosten der emotionalen Sicherheit ihrer Kinder möglichst viele  junge Mütter für die Wirtschaft rekrutieren zu müssen. Man tut so, als käme es lediglich auf die ZAHL der Kinder als künftige Beitragszahler an, nicht aber auf deren vitale Stabilität. Denn als Wissenschaftler ist Ihnen das psycho-emotionale RISIKO sehr wohl bekannt, dem wir unseren Nachwuchs durch jahrelange Ghettoisierung aussetzen. Dass Ihre Studie diesen Aspekt völlig außer Acht lässt, zeugt nicht eben von Professionalität!
Daher wenden wir uns als ELTERNINITIATIVE an Sie, Herr Professor Bauernschuster, mit der Bitte, darüber ernsthaft nachzudenken, was unserem Nachwuchs mehr nützt: emotionale Bindungssicherheit über die Eltern und  stressfreies Aufwachsen in der Familie oder eine  1: 8- Betreuung für täglich 5 bis 10 Stunden ohne personalen Liebesbezug. Was wir Tierkindern im Zoo für viel Geld fraglos zugestehen, verweigern wir unserem eigenen Nachwuchs aus rein wirtschaftlichen Erwägungen.
Diesen Brief, sehr geehrter Herr Prof. Bauernschuster, veröffentlichen wir auf
http://forum-familiengerechtigkeit.de.
Mit den besten Grüßen in der Hoffnung darauf, dass Sie hiermit eine neue, vielleicht ungewohnte  Perspektive auf Familien und deren Missachtung durch die Bundesregierung*)  gewinnen, verbleibe ich in der Hoffnung auf Ihre Antwort
im Auftrag
Bärbel Fischer
*) lesen Sie dazu das Buch: SOZIALSTAATSDÄMMERUNG von Dr. Jürgen Borchert, leitender Richter am Landessozialgericht Darmstadt, Riemannn-Verlag München 2013
ANTWORT
Sehr geehrte Frau Fischer,
herzlichen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an meiner Arbeit.
Die Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen in
Deutschland, aus der die von Ihnen angesprochene Studie entstanden ist,
war ein riesiges Projekt, das von 2010 bis 2014 lief. Daran beteiligt
waren neben mir und meinen Kollegen am ifo Institut unter anderem
Forscher von TNS Infratest, des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW), des Zentrum für europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW), des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts
(HWWI), der Universität Köln, der Universtiät Duisburg-Essen, der
Universität Bochum, des Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) oder
des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP).
Untersucht wurden eine Vielzahl ehe- und familienpolitischer Leistungen,
neben der öffentlichen Förderung der Kinderbetreuung zum Beispiel das
Kindergeld, das Ehegattensplitting, das Elterngeld oder auch das
Betreuungsgeld. Als Zielgrößen haben wir neben der Erfüllung von
Kinderwünschen unter anderem auch die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf, die wirtschaftliche Stabilität von Familien, die soziale Teilhabe
von Familien und nicht zuletzt auch das Wohlergehen von Kindern
untersucht.
Die einzelnen Module basieren auf einzigartigen Datensätzen; die
jeweiligen Fragestellungen wurden mit den modernsten wissenschaftlichen
Methoden analysiert. Die daraus entstandenen Forschungsarbeiten wurden
und werden auf diversen referierten Fachkonferenzen in Europa und den
USA präsentiert und haben weltweit große wissenschaftliche Anerkennung
erfahren. Dieser Prozess stellt sicher, dass sich unter die Arbeiten
keine „Gefälligkeitsgutachten“ einschleichen, sondern die Arbeiten
wissenschaftlich absolut objektiv, die Fragestellungen mit geeigneten
Methoden analysiert und die Ergebnisse replizierbar sind.
Damit wollen wir erreichen, dass Familienpolitik nicht auf ideologischen
Glaubenssätzen oder politischen bzw. wirtschaftlichen Interessen beruht,
sondern auf objektiven wissenschaftlichen Erkenntnissen. Jede der
Studien der Gesamtevaluation, so auch unsere Studie zu Kinderbetreuung
und Fertilität, liefert dafür ein winziges Mosaikstückchen, nicht mehr
und nicht weniger. Ich geben Ihnen natürlich völlig Recht, dass man aus
dieser einen Studie allein nicht sagen kann, was die beste
Familienpolitik ist. Wie gesagt: Nur in der Gesamtschau, in der
einerseits neben Fertilität weitere Ergebnisgrößen wie beispielsweise
das Wohlergehen der Kinder berücksichtig werden und andererseits auch
weitere familienpolitische Maßnahmen (wie beispielsweise das
Betreuungsgeld) angeschaut werden, können vorsichtige Rückschlüsse für
die Familienpolitik gezogen werden. Ich sage „vorsichtige“ Rückschlüsse,
weil wir natürlich nicht alles messen können, was unter Umständen
wichtig wäre. Aber wir können doch so einiges objektiv messen – und das
ist unserer Ansicht nach allemal besser als unüberprüften ideologischen
Glaubenssätzen blind hinterherzulaufen.
Was Ihre konkrete Frage betrifft, so sind für Sie wahrscheinlich
insbesondere die wissenschaftlichen Studien zu den Effekten von
Kinderbetreuung auf Fertilität und dem Wohlergehen von Kindern, aber
auch zum Betreuungsgeld interessant. Was die Effekte von Kinderbetreuung
auf das Wohlergehen von Kindern betrifft, verweise ich Sie auf diverse
Arbeiten des Nobelpreisträgers James Heckman, von W. Steven Barnett, des
Direktors des National Institute for Early Education Research, oder auch
auf die neuesten Arbeiten von Tarjei Havnes oder Janet Currie. Was die
Effekte des Betreuungsgelds auf das Wohlergehen von Kindern betrifft, so
finden Sie eine kurze, verständliche Zusammenfassung einer aktuellen
Studie von meiner Kollegin Christina Gathmann (Universität Heidelberg)
hier: http://www.uniheidelberg.de/md/awi/professuren/amnpoe/studiebetreuungsgeld_deutschekurzfassung.pdf.
Ich hoffe, Ihnen damit einen kleinen Einblick in den Hintergrund unserer
wissenschaftlichen Arbeit gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Bauernschuster————————————–
Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspolitik
Universität Passau
Innstraße 27, 94032 Passau (Germany)
Tel.: +49 (0)851-509-2540
http://www.wiwi.uni-passau.de/bauernschuster.htmlifo Forschungsprofessor
CESifo Research Affiliate
ANTWORT  der  ELTERNINITIATIVE

Herzlichen Dank, Herr Professor Bauernschuster für Ihre rasche Antwort zu meinem Schreiben vom 6. September 2014. Trotzdem bleiben für uns Eltern einige Fragen offen:

  • Wurde von den beauftragten Instituten je einmal eine Ertragsaufstellung aufgestellt, die Aufschluss darüber gibt, welcher NUTZEN von jedem geborenen Kind zu erwarten ist? Das ifo-Institut errechnete 2005 einen Gewinn für die Sozialversicherungen pro Kind von 77 000 € über die staatlichen Transferleistungen hinaus. Das bedeutet, dass jedes nicht mehr geborene Kind dem Staat einen vergleichbaren Schaden verursacht. Wenn man aber Müttern mit Altersarmut droht ( Manuela Schwesig), falls sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen, so verhindert man die 2., 3., und 4. oder 5. Kinder, die als Ausgleich für die vielen verhinderten Kinder dringend gebraucht würden.
  • Mit keinem Wort bestätigen Sie, dass alternative Familienmodelle, z. B. SELBSTERZIEHER bei gleichwertiger finanzieller Förderung von 1000.-€ pro Kind untersucht wurden. Das war sicherlich auch nicht Ihr regierungsamtlicher Auftrag. Trotzdem ist Ihre Evaluation keineswegs aussagekräftig, solange dieser Aspekt fehlt!
  • Solange man staatliche oder institutionelle Kinderbetreuung ( Kommunale, Diakonie, Caritas, Kinderhilfswerk … ) für  Kindererziehung bezahlt, Eltern selbst  aber  leer ausgehen lässt, investiert man zwar in Arbeitsplätze, aber nicht in Familien. Insofern bleibt der Slogan FAMILIENFÖRDERUNG reines Geschwafel. Man muss nur polit-medial elterliche Kompetenz schlecht reden, schon profitieren familienferne Institutionen. Was läge näher, als Eltern für ihre Erziehungsarbeit selbst zu steuerzahlenden und sozialversicherten Arbeitnehmern zu machen?
  • Warum wurden für eine Evaluation familienfördernder Maßnahmen keine Eltern selbst oder sachkundige Verbände, z. B. der Deutsche Familienverband oder andere, gehört?
  • Inwieweit schätzt unsere Regierung überhaupt noch elterliche Erziehung?
  • Inwieweit will sie diese radikal aushungern?
  • Inwieweit verfolgt unsere Regierung eine staatliche Ghettoisierung des deutschen Nachwuchses über die gesamte Kindheit und Jugend und entfremdet ihn den Elternhäusern, was jegliche Pluralität verhindert?

Auch wenn Sie keinen familienpolitischen Empfehlungen aussprechen, so müssten Sie doch die Konsequenzen Ihrer Evaluation abwägen.

Dazu wünschen wir uns von Ihnen eine klare Auskunft, Herr Professor Bauernschuster!

Mit den besten Grüßen                                                                                                     Bärbel Fischer                                                                                             ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

 

Sehr geehrte Frau Sozialministerin Katrin Altpeter!

OFFENER  BRIEF

Auch wenn wir uns im Klaren darüber sind, dass dieser Einwurf Sie nicht überzeugt, so will unsere Elterninitiative doch Ihren Beitrag als baden-württembergische Sozialministerin zu dem von Ihnen als „Herdprämie“ diffamierte Betreuungsgeld (BG) http://www.badenwuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/sozialministerin-altpeter-kritisiert-herdpraemie/ kommentieren.

  1. handelt es sich zwar um die jüngste, aber, weil sie vor dem 1. 8. 2013 erstellt wurde, nicht um eine  n e u e  Studie. Sie konnte also gar nicht die tatsächliche Nutzung des BG abbilden.
  2. Sie sehen also ohne jeglichen Beweis Ihre fragwürdige Befürchtung bestätigt, dass Babys im Elternhaus verblöden und ihre Mütter obendrein am häuslichen Herd integrationspolitisch  auf dem Irrweg sind. Allerdings vergessen Sie, dass junge Eltern noch immer spüren, was ihr Kind wirklich braucht, nämlich die sichere Präsenz von Vater/ Mutter und deren ungeteilte Achtsamkeit.
  3. Ohne mit der Wimper zu zucken, diffamieren Sie nicht nur Eltern mit ausländischen Wurzeln, sondern auch jene Eltern als  b i l d u n g s f e r n , die bewusst und aus Achtsamkeit ihre Kinder vor drittklassiger Kita-Massenbetreuung verschonen wollen. Dabei müssen derzeit lediglich 40% der 1-3-jährigen Wickelkinder täglich 5-8 Stunden in die Kita, 60% müssen zum Glück aber nicht. Wollen Sie wirklich diese 60% in die Schublade BILDUNGSFERN stecken?
  4. Die von Ihnen so geschätzte Studie hatte neben einem kardinalen Rechenfehler         ( 54% statt  23%) auch noch den Mangel, dass sie nicht nach verschiedenen Gründen fragte, aus welchen Eltern eine Kita für ihre Wickelkinder ablehnen: weder der skandalöse Betreuungsschlüssel, noch die defizitäre Qualifizierung der Betreuerinnen, noch die unpassenden Öffnungszeiten, noch die Kosten, noch der Vorzug alternativer 1:1- Betreuung  z. B. durch die Oma oder die Nachbarin, noch ….. Nein, die Mitnahme des Betreuungsgeldes war die einzige der „multiple choice“- Möglichkeiten! Solche fragwürdigen  „Studien“, Frau Altpeter, können Sie künftig wegen mangelnder Professionalität gut und gern vergessen.

Was uns, Frau Altpeter, als baden-württembergische Eltern am meisten zu denken gibt, ist Ihre hektisch-bedenkenlose Akzeptanz  medialer Propaganda, und sei sie noch so hirnrissig. Irritiert fragen wir uns, was ist los mit dem grundgesetzlich verbrieften Recht, dass Eltern autonom entscheiden, wann, von wem, und in welcher Weise sie ihre Kinder betreut und erzogen wissen wollen. Niemals in der westdeutschen Geschichte war der politische Druck auf uns Eltern so stark, unsere Kinder nach sozialistischem Vorbild in externen Anstalten abliefern zu müssen. Niemals zuvor wurde so hemmungslos das emotional-stabile Aufwachsen unserer Kinder  ökonomischem Profit geopfert.

Dieser verhängnisvolle Wandel vollzog sich in den letzten Jahrzehnten neoliberaler Politik. Dass sich aber gerade die SPD diesem Diktat beugt, lässt tief blicken und enttäuscht uns Eltern als Wähler ungemein. Gerade von den Sozialdemokraten hätten wir uns gewünscht, dass sie diesem Trend massiven Widerstand entgegensetzt und sich nicht vor den Karren menschenverachtender Ideologie spannen lässt.

Wahrscheinlich haben Sie nicht damit gerechnet, dass der Klacks  BG so ein Renner wird. Wahrscheinlich sind Sie enttäuscht darüber, dass viele junge Eltern es vorziehen, ihre Kinder in eigenen Armen zu wiegen, als sie in fremde Arme zu legen. Wahrscheinlich macht Ihnen Angst, dass die inzwischen massenhaft bereitgestellten Krippenplätze ungenutzt bleiben könnten und dass sich die sozialistische Hoheit über Kinderbetten nicht so einfach bewerkstelligen lässt.

Kurzum, Frau Altpeter, wir Eltern halten es für ein blamables Schauspiel, was die baden-württembergische Regierung hier jüngst abgeliefert hat. Hektisch aufzuspringen auf einen Zug, der nicht einmal eine Fahrerlaubnis hat – das verheißt für die nächste LT-Wahl nichts Gutes für die SPD!

In diesem Sinne grüßt im Auftrag der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT freundlich

Bärbel Fischer

Einfalt oder Vielfalt?

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass die heute medial hochgepushte Studie zum Betreuungsgeld nichts weiter ist als die Aufwärmung altbekannter Argumente aus einem SPIEGEL-Artikel. Die Studie selbst widmete sich nur am Rande dem Sinn oder Unsinn des Betreuungsgeldes.

Die Schwäbische Zeitung fand dieses Detail jedoch für so bedeutungsvoll, dass sie gleich auf drei verschiedenen Seiten diese Hetze verbreitet.

Abgelehnter Leserbrief

Wer kann es schon gut heißen, dass sich  unsere Familienpolitik darauf beschränkt, Eltern kleckerlesweise winzige Almosen, wie z. B. das Betreuungsgeld (BG), vor die Füße zu schmeißen?

Aber wenn jetzt – sommerlochfüllend – auch noch das Deutsche Jugendinstitut und die Uni Dortmund für teures Geld in Anspruch genommen werden, um zu ermitteln, dass das BG Mütter von Erwerbsarbeit und Wickelkinder von „Bildung“  fernhält, dann darf lauthals gelacht werden, wurde diese Zuwendung ja nur deswegen eingeführt,  d a m i t   Eltern alternative Betreuung jenseits der Massenhaltung nutzen können.

Eine Gesellschaft, die „Vielfalt“ zum Götzen macht, sollte es aushalten können, dass nicht alle Mütter ihr Kind in eine zweit-oder drittklassige KITA geben wollen, sondern eben ein 1:1-Modell bevorzugen, das nicht  fragwürdige Bildung, sondern bestmögliche Bindung verspricht.

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

Elternführerschein – ja oder nein?

Die kritisch-christlich-unabhängige Zeitschrift Publik Forum stellt in ihrer neuesten Ausgabe ( 14 / 2014 ) den von der CDU-Abgeordneten  Christina Schwarzer  angeregten Elternführerschein zu Diskussion und Abstimmung. Frau Schwarzer bemängelt, dass Eltern sich für die Erziehung ihrer Kinder nicht mehr zuständig fühlen und plädiert für schmerzliche Geldbußen für den Fall, dass Eltern dem künftig verbindlichen Nachhilfeunterricht, genannt Elternführerschein, nicht nachkommen.  

Dabei bleiben die Fragen unbeantwortet, wer die so genannten Defizite bei Kindern feststellt und bewertet, welche Kriterien die “Kindesnorm” bestimmen und welche ideologischen Kräfte Einfluss nehmen auf den potentiellen Elternführerschein.  

Freie Bahn für Ideologen aller Couleur?

Leserbrief

Es war schon vor 70 Jahren so, dass die kinderlose Tante am besten wusste, wie man Kinder richtig erzieht. In ihren Augen machten die Eltern schon damals alles falsch. Heute sitzt die Tante als CDU-Abgeordnete Christina Schwarzer im Parlament.

Bei ihrer Bestandsaufnahme vergaß die Dame allerdings, dass derzeit viele Eltern ihre eigenen Kinder und deren Emotionen kaum mehr kennen, weil sie bei der Arbeit, und die Kinder in der Ganztagsbetreuung sind. Die Erziehungspflicht liegt acht Stunden am Tag bei den BetreuerInnenn. Wundert uns, dass Eltern ihre Verantwortung an der Tür zu Krippe, Hort oder Schule abgeben? Nur,  wenn dann – total logisch – der erwünschte Erfolg ausbleibt, dann gelten die   E l t e r n  plötzlich als unfähig und verantwortungslos. Frau Schwarzer schiebt den Schwarzen Peter den Eltern zu, will sie aber gleichzeitig „an die Hand nehmen und unterstützen“.

Wie rührend!

Zuerst treibt man Eltern massenweise aus den Kinderzimmern in den Niedriglohnsektor, so dass sie mit einem Einkommen ihre Familie gar nicht mehr ernähren können. Eltern müssen zwei oder drei Jobs annehmen, nur damit Butter auf die Stulle kommt. Überdies  schröpft unser Sozialsystem Eltern mit familienblinden Abgaben und Verbrauchssteuern und verschont  kinderlose Arbeitnehmer. Und in den wenigen Stunden nach Sonnenuntergang sollen die müden Kinder ausgerechnet von ihren müden Eltern „Grundkompetenzen“ ( Fein-und Grobmotorik, Sprachkompetenz, gesunde Ernährung…) vermittelt bekommen?

Lebt Frau Schwarzer in Wolkenkuckucksheim?

Die üble Unterstellung, Eltern investierten lieber in schicke Smartphones als in ihre Kinder, erinnert fatal an die demütigenden Diskussionen  um das Betreuungsgeld ( Schnaps, Flachbildschirme ) und die völlig untauglichen Bildungsgutscheine aus der Ära  U.v.d. Leyen, CDU.

Weder Elternklatsche (Geldbußen) noch Klugscheißerei (Elternführerschein) hilft überlasteten Eltern weiter, sondern eine Politik, die  r e s p e k t v o l l  ihrer grundgesetzlichen Verantwortung gegenüber Familien gerecht wird !

Bärbel Fischer                                                                                             ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Von Märchen lernen

Unser naives oder resigniertes Schweigen zu dem politmedialen Zerstörungswerk mit dem schleimigen Namen Gender Mainstreaming (GM) hat uns  dahin gebracht, wo wir heute stehen. Das soll keine Schuldzuweisung an uns selbst sein. Denn wer konnte auch nur ahnen, dass es den feministischen Spinnern Ernst ist mit ihren skurrilen Thesen, wer konnte voraussehen, dass dieser Irrsinn sich tatsächlich breit machen würde, wer hätte es für möglich gehalten, dass unsere ererbten gesellschaftlichen Werte einfach so zu Markte getragen  würden? Zugegeben, wir dachten doch immer, diese Groteske würde sich in kürzester Zeit in Luft auflösen.

Inzwischen hat es die Scharlatanerie aus dem Medienturm auf Kosten von uns Steuerzahlern bis in die Ministerien geschafft. Kopfschütteln war einmal. Jetzt ist bitterer Ernst geworden! Menschenopfer sind jetzt fällig. Nun holt sich der Moloch seine leichteste Beute, unsere Kinder!

Wie konnte sich das Ungeheuer GM so unbemerkt in die Gesellschaft schleichen? Wo waren seine Widersacher? Stellte sich ihm denn keiner in den Weg? Roch denn niemand den widerlichen Dunst der Sexualisierung aus seinem schleimigen Rachen? Hörte denn niemand sein lüsternes Schmatzen? Sah  denn niemand den ekligen Geifer aus seinem widerlichen Maul triefen?

Um an seine Beute zu kommen musste die Bestie zuerst seine Gegner einschläfern. Nichts leichter als das! Trunken von Spiel und Spaß, vor dem Fernseher verblödet, betäubt von Betriebsamkeit, ermattet von der Alltagshektik fielen wir in ein jahrelanges Koma, aus dem wir nun verstört aufschrecken. Was geschieht mit unseren Kindern? (Sind den Hamelner Bürgern aus dem Märchen ihre Kinder nicht auch im Schlaf abhanden gekommen?)

Nun bleibt uns nichts anderes mehr übrig als zu kämpfen: wir organisieren Demonstrationen, wir protestieren mit Plakaten, wir initiieren Petitionen, wir schreiben Brandbriefe an unsere Politiker, wir füllen Internetseiten. Denn keinesfalls geben wir unsere Kinder dem garstigen Monster GM zum Fraß. Gut so!

Wie  hat denn das tapfere Schneiderlein aus Grimm´s Märchenbuch seine übermächtigen Gegner besiegt? Richtig! Mit Witz und Esprit! Seien wir erfinderisch!

Bärbel Fischer

 

Ein Rap?

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.                                 Denn als Single lebt sich´s fein, / hat sein Geld für sich allein,                                           wird von Schäuble hoch belohnt / weil von Abgaben verschont.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kinderkosten, oh wie toll, / machen Schäubles Kasse voll,                                               weil er kalt und ungeniert / Mehrwertsteuer abkassiert.                                                    Wer für Kinder sorgen muss, / zahlt viel Steuer voll Verdruss.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kindergeld, was für ´ne Nummer, / macht den Eltern deshalb Kummer,                           weil auf Kindesunterhalt / Steuern sie bereits bezahlt,                                                     denn Herr Schäuble, wie´s beliebt, / nimmt zuerst, bevor er gibt.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Üppig lebt, wenn einst bejahrt, / wer sich Kinderkosten spart.                                          Alte Eltern, still und stumm, / dreh´n den letzten Cent noch um.                                     Armut heißt das bittre Los, / sind die Kinder endlich groß.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Merkels Herz schlägt für die Alten, / will “Demografie gestalten”!                        Rentnerstimmen für Union sichern ihre Bastion.                                                              Ohne mütterlichen Schoß / geht der Schuss nach hinten los!

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Junge Leute sind nicht dumm, / schaffen sich nicht gratis  krumm,                              wollen keine Kinder mehr. / Kinder machen Beutel leer!                                                   Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

„Wer in Deutschland rechnen kann, schafft sich keine Kinder an.“

Dieser böse Vers, der in Deutschland die Runde macht, ist so wahr wie gefährlich. Eigentlich müsste sich seine Verbreitung schon aus Rücksicht auf unsere Nachkommen und das bereits kollabierende Sozialsystem verbieten.

Was aber wäre, wenn

  • dieser Spruch auf allen Plakatwänden, Litfasssäulen, in allen Zeitungen und Zeitschriften, in der Kinowerbung, im TV-Werbeblock erschiene – kurz nicht mehr zu übersehen wäre?
  • Schlagersänger diesen Vers als Hit in deutsche Mikrophone plärrten,
  • unsere Politiker vom Aufstehen bis zu Nachtruhe mehrmals täglich über diesen sarkastischen Vers stolpern müssten?
  • die ganze Nation gezwungen wäre, über die Folgen unserer Generationen vergessenen Gesellschaft für die Zukunft nachzudenken?

Alle Warnungen, Mahnungen, Studien und Prognosen zum  Generationenschwund werden bisher politischerseits geflissentlich in den Wind geschlagen oder in Vogel-Strauß-Manier beantwortet mit Floskeln wie: „Demografie gestalten“ ( Angela Merkel ), was so viel heißt, dem alternden Wählerklientel Vorteile zu verschaffen. Dass unsere Steuer- und Sozialsysteme Familien mit Kindern extrem würgen, wird standhaft ignoriert. Die Medien tun ebenfalls das Ihre, um der Bevölkerung die Brisanz der demografischen Lage zu verschweigen. Anstatt die jahrzehntelange finanzielle und verfassungswidrige Diskriminierung von Eltern zu publizieren, pusht man Randprobleme wie  Homosexualität und deren vermeintliche Diskriminierung in den Vordergrund. Ein klassisches  Ablenkungsmanöver!

Zuckerbrot oder Peitsche? Wenn schon Warnungen nicht fruchten, dann müsste man es mal mit der brutalen Klartext-Peitsche versuchen, damit es künftig heißt:

„Wer in Deutschland denken kann, schafft sich gerne Kinder an.“

Bärbel Fischer