„Wir haben verstanden“ – wirklich?

Der Richtungsstreit zwischen CDU und CSU ist noch längst nicht ausgestanden. Die CDU will im Gegensatz zur CSU keinesfalls nach rechts rücken. Sie will ihre selbst definierte MITTE besetzen. Aber die MITTE ist seit Jahren eben nicht mehr die MITTE, sondern LINKS von der MITTE. Angela Merkel und Ursula v. d. Leyen setzten alles daran, in neoliberaler (=kapitalistischer) Gefolgschaft sozialistischen Gesellschaftsformen zum Durchbruch zu verhelfen. Angefangen von der Ideologie, Väter und Mütter seien nur ganztags beschäftigt wertvolle Mitglieder der Gesellschaft, und Kinder seien im Kollektiv besser aufgehoben als im eigenen Elternhaus.

 

Für die Medien ist es üblich, Seehofer und seine CSU zu mobben. Zu wankelmütig ist der bayrische Ministerpräsident  immer wieder eingeknickt, wenn es darum ging, scheinbare Einigkeit in der Union zu demonstrieren.

 

Aber genau deswegen wählten die Bürger die AfD, nicht aus Lust, sondern aus Frust, weil sie den Linksruck der CDU abstrafen wollten – mit Erfolg übrigens! Kann aber die AfD garantieren, auch in Zukunft die Wertvorstellungen der Bürger zu  verteidigen?

 

Wer hat nun „verstanden“, die CDU oder die CSU? Noch immer weiß die Kanzlerin bis heute nicht, was sie anders hätte machen können als bisher.

 

Hat schon die Große Koalition versagt, wenn es um Werte wie Nachhaltigkeit, Generativität, Bindung oder Rentengerechtigkeit ging, umso mehr wird eine Jamaica-Koalition Kompromisse auf Kosten wertorientierter Bürger schließen (müssen).

 

Werden Familien also ihre Hoffnung auf Respekt und Anerkennung ihrer Leistung endgültig begraben müssen? Was können Familienverbände und -initiativen tun, um sich Gehör zu verschaffen? Werden CDU, Grüne und FDP je begreifen, welcher fundamentale Wert FAMILIE und NACHWUCHS für unsere Gesellschaft, heute mehr denn je, bedeuten?

 

Blind und taub in eine schwarz-grün-gelbe Zukunft zu stolpern, verbietet sich von selbst. Zu präsent sind uns noch die fatalen Folgen einer rot-grünen Koalition. Regierungen können eine Gesellschaft fördern, aber auch ruinieren durch ungesicherte und befristete  Beschäftigungsverhältnisse, Aufstocker, Leiharbeit etc., ruinieren aber auch durch ein Rentengesetz, das Familienarbeit missachtet. Aber genau hier steckt der Schlüssel zur Vermeidung von Familien-, Kinder- und Altersarmut, also zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Es kommt also darauf an, den Parteien klar zu machen, dass Familiengerechtigkeit die Lösung für viele gesellschaftliche Fragen ist.

i. A. Bärbel Fischer                                                                                   ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

 

TV-Schlussrunde – eine einzige Propaganda-Show

Betr. Schlussrunde von ARD und ZDF zur Bundestagswahl, 21. 09. 2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren Politiker v.d.Leyen, Hermann, Schwesig, Lindner, Wagenknecht, Göring-Eckart, Gauland und Moderatoren Hassel *) und Schausten!

*) für Sie waren nicht alle Politiker willkommen. Steilvorlage für die AfD!

 

 

Wenn es um Deutschlands ZUKUNFT geht, dann vermisse ich in einer solchen Runde das Thema Nachwuchs. Unter dem Begriff Demografie versteht heute die Politik offensichtlich nur die zunehmende Alterung der Menschen und deren Folgen, nicht aber die Verjüngung der Gesellschaft.

 

Digitalisierung, innere Sicherheit und stabile Renten sind gewiss Themen, die die Menschen bewegen. Trotzdem hängt es allein von elterlicher Nachwuchsbereitschaft ab, ob künftig noch Renten bezahlt werden können. Die Rente jedes Politikers, jedes Journalisten wird von künftigen Kindern erarbeitet. Von unserem Nachwuchs hängt auch ab, ob unsere Bildungsanstrengungen fruchten. Denn wenn wir nicht ausreichend stabile Kinder aus gebildeten Elternhäusern auf den Weg bringen, dann werden wir scheitern. Sie alle, Politiker und TV-Moderatoren stammen aus  bildungsbeflissenen Elternhäusern! Schon heute zeigt sich, dass Mittelmaß aufgrund kollektiver Kinderbetreuung eben keine Fachkräfte erzeugt, sondern zum großen Teil ( bezweckte?) Arbeitsplätze von Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Logotherapeuten und Nachhilfekräften schafft. Diese sollen die Defizite in Sprache, Motorik, Intellekt und Emotion aufarbeiten, weil elterliche Bindung abhanden gekommen ist. Das Bildungsniveau sinkt trotz, vielmehr gerade wegen der kollektiven Ganztagsbetreuung.

 

Warum verschließen sich Politik und Medien dem Thema „nachwachsende Generation“ total? In keiner Rentendebatte traut sich jemand darauf hinzuweisen, dass wir mehr wohlerzogene, sprachgewandte, interessierte und kreative Kinder aus stabilen Elternhäusern brauchen, damit Deutschland wissenschaftlich wieder konkurrieren kann und uns die jungen Akademiker erhalten bleiben, anstatt dem Land den Rücken zu kehren. Vor allem müssen auch noch in 20 oder 100 Jahren Renten bezahlt werden können. Voraussetzung dafür ist allerdings eine Familienpolitik, die sich nicht als willfähriger Handlanger der Wirtschaft versteht ( alle Eltern vollzeitig in den Erwerb! ). Es stimmt eben nicht, wenn Frau v.d. Leyen behauptet, dass die beste Vorsorge der Arbeitsplatz beider Eltern ist. Es stimmt eben nicht, dass mit weiterem milliardenschweren Ausbau der Ganztagsbetreuung ( Schwesig ) intellektuelle Spitzenleistungen erwartet werden können. Wir bezahlen mit Milliarden Familienersatz, anstatt das Original zu stabilisieren. Und das aus reiner unstillbaren Gier nach mehr Wachstum und Konsum.

 

Zwischenruf: Wir kennen alle das Märchen vom “Hans im Glück”, der seinen Besitz, einen Klumpen Gold, immer gegen Minderwertigeres eintauscht, bis er am Ende mit leeren Händen da steht. Unser “Gold” sind unsere Kinder. Sie ohne Not zum Vorteil  anderer aus  den Händen zu geben, heißt, ihnen weniger Wert beizumessen.

 

Nein! Die beste Vorsorge sind genügend familiär gebunden erzogene und gebildete Kinder, deren Eltern die Talente ihrer Sprösslinge erkennen und fördern. Nur leider werden diese Familien immer rarer, weil sie zu viele Abgaben bestreiten müssen. Das Budget wird mit jedem weiteren Kind knapper – eine skandalöse Folge der Struktur unseres Sozialgesetzes, das zu reformieren sich unsere Regierungen strikt weigern.

 

Uns Bürgern brachte auch Ihre Schlussrunde am 21. September  keine neuen Erkenntnisse. Sollte sie wohl auch nicht. Denn nach den Gesetzen der Propaganda setzt sich in den Köpfen fest, was man ständig wiederholt, ja einhämmert. Was man in den Debatten aber bewusst ausspart, kann sich nicht festsetzen. Das Thema Generativität soll  tunlichst mental vermieden werden, damit nicht evtl. junge Frauen noch auf die “absurde”  Idee kommen, sich für Familie zu entscheiden und dem Arbeitsplatz über mehrere Jahre fern zu bleiben. Doch dafür sorgt längst die bundesdeutsche Wirtschaft mit ihrer Niedriglohnpolitik, dass ein Elterngehalt für den Unterhalt einer Familie bei Weitem nicht mehr ausreicht.

 

Mein Vorwurf: Die öffentlich rechtlichen Sender geben sich gebührengestützt zum Transporteur für eine Generationen vergessene Politik her, weil sie politisch gewollt  d a s  Überlebensthema aus allen Debatten ausklammert und diesbezügliche Fragen einfach vermeidet.

Damit grüße ich Sie besorgt

i. A. Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

P.S. Dieses Schreiben geht heute an die Programmdirektoren von ARD und ZDF. Viele meiner Bekannten tun sich solche manipulativen Sendungen gar nicht mehr an

 

 

 

 

 

Merkel und Schulz wollen Nichtwähler mobilisieren

Die Schwäbische Zeitung berichtet am 22. September über den Aufruf von Frau Merkel und Herrn Schulz an die Nichtwähler, keine Parteien zu wählen, die nicht hundertprozentig zu unserem Grundgesetz stehen. Gemeint ist natürlich die AfD, die ihrerseits anprangert, dass sich die Regierungsparteien, genau wie die Oppositionsparteien selber nicht um das Grundgesetz scheren.

 

Aus der Sicht unserer Elterninitiative betrachtet:

 

Merkel und Schulz wollen Nichtwähler mobilisieren

Es musste selbst dem treuherzigsten Bürger auffallen, welche Panik das Erstarken der AfD bei den „Etablierten“ auslöste, je näher die Bundestagswahl rückt. Daher die Mahnung der Kanzlerin an die Nichtwähler, nur Parteien zu wählen, „die sich unserem Grundgesetz zu hundert Prozent verpflichtet fühlen“. Damit schließt sie ungewollt die Wählbarkeit all jener Parteien aus, die am 30. Juni 2017 einen Pfifferling auf unser Grundgesetz gaben, als sie im Hauruckverfahren mir nichts dir nichts den Artikel 6 des Grundgesetzes kippten. Der Begriff der generativen Ehe als Zukunftsgarantie für unsere Gesellschaft wurde von SPD, Linken, Grünen, FDP und selbst von Teilen der CDU in einer peinlich lächerlichen Show zum Abschuss freigegeben. Siehe Anmerkung unten  *)

Welche unserer Parteien basiert überhaupt noch auf dem Grundgesetz? Herr Kretschmann  behauptet gar, der Gesetzgeber sei verpflichtet, das Grundgesetz der aktuellen Mehrheitsmeinung anzupassen, wobei die  Meinung der Bürger bisher nicht einmal abgefragt wurde.

Doch leider ist das Debakel „Ehe für alle“ nicht das einzige. Denken wir nur an die fortschreitende Entrechtung der Eltern in Bezug auf Wahlfreiheit in Erziehungsfragen. Durch milliardenschwere Subventionierung von ganztägiger Fremdbetreuung vom Baby bis zur Pubertät, ohne entsprechenden Ausgleich für alternative Varianten, entzieht der Staat den Eltern ihr zugesichertes Recht, über die Form der Kindererziehung in freier Wahl und nachteilslos selbst zu befinden.

Denken wir zudem an das grundgesetzwidrige ELTERNGELD, das die Mütter in unserem Land spaltet. Bekommen Erstmütter monatlich 1800.- Lohnersatzleistung wegen Geburt, so erhalten erwerbslose Mütter weiterer Kinder monatlich nur 300.-. Die Jahresdifferenz beträgt 18 000.- Euro. Mehrkindfamilien werden abgestraft, weil die Mütter dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen können. Ein eindeutiger Verstoß gegen unser Grundgesetz!

Wäre es nicht klüger gewesen, wenn Frau Merkel ihre eigene Politik zuvor einer Selbstkritik unterzogen hätte, bevor sie die Nichtwähler auf ein Grundgesetz verpflichtet, das sie selbst und ihre „christliche“ Partei so offensichtlich verletzt?

Bärbel Fischer   i. A. ELTERNINITIATIVE  FÜR. FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

*)  Micha Schulze, LGBT-Aktivist und geschäftsführender Redakteur des Internetsportals quer.de, schreibt in einem Kommentar:

“… Wer glaubt oder hofft, dass die Homo-Lobby nun am Ziel ist und verstummt, der irrt gewaltig. Die Ehe für alle wird die LGBTI-Bewegung vielmehr beflügeln, ihre Forderungen gegenüber dem Deutschen Bundestag noch selbstbewusster zu vertreten – vor allem diejenigen Forderungen, die von der Ehe für alle bislang in den Hintergrund gedrängt wurden.

… auch die Abschaffung des diskriminierenden Schutzalters müssen wir weiter vom Bundestag einfordern. Ebenso rechtliche Absicherungen für Menschen, die sich für Lebensgemeinschaften jenseits der Zweierkiste entscheiden und dies wünschen.” Vollständig ist diese Liste noch lange nicht, liebe Abgeordnete, wir werden euch weiter nerven! Ehe ist nicht alles!”

 http://www.queer.de/detail.php?article_id=29169

 

 

Armutsbericht – eine schäbige Blamage! Umverteilung von unten nach oben scheint zementiert!

Liebe Nutzer, das ergänzte Schreiben ist soeben an Frau Barley vom Familienministerium  und an diverse Zeitungen gegangen.

Inzwischen, also nach acht Jahren GROKO, leben in Deutschland 2 800 000, also 20% armutsgefährdete Kinder in armutsgefährdeten Familien. Egal ob es sich um deutsche oder um Migrantenkinder handelt ( ihnen hat Merkel ein “besseres” Leben versprochen! ) – in jedem Fall wird sich rächen, dass wir unsere einzige Ressource, nämlich unseren Nachwuchs, so sträflich vernachlässigen. Sei es aus Ignoranz gegenüber der enormen Erziehungsleistung von Eltern, sei es aus mangelnder Bereitschaft, die Kosten dafür umzulegen auf diejenigen, die sich Kinderkosten lebenslang ersparen oder von ihrem Kapital profitieren, die Umverteilung von unten nach oben scheint politisch zementiert.

Der Familienbericht 2017 macht Väter als Alleinverdiener für die Misere aus. Würde die Mutter mehrerer Kinder mitverdienen (15-28 Wochenstunden), heißt es zynisch, so könnte die Familie über 1000 Euro mehr monatlich verfügen*). Der beste Schutz vor Armut sei die Erwerbstätigkeit beider Eltern. 

 

Falsch! Auch wenn beide Eltern erwerbstätig sind und zusammen ein jährliches Durchschnittseinkommen von 35 000.- erzielen, so fehlen am Jahresende vom Existenzminimum der Familie bei zwei Kindern 2.028.-,  bei drei Kindern -7.008 -, bei vier Kindern 11.688 – und bei  fünf Kindern 16.368, also die Hälfte des Jahreseinkommens. (Horizontaler Vergleich  2017 des Deutschen Familienverbandes ). Der kinderlose Single aber darf bei einem PLUS von 13 329.- locker den nächsten Urlaub auf den Malediven planen, während Eltern das Geld für den Klassenausflug der Kinder zusammenkratzen. Nicht darauf kommt es also an, ob ein oder beide Eltern die Kohle verdienen, sondern auf die Gesamtsumme.

  • Wer hat eine solche Gesetzeslage zu verantworten?
  • Wer ist verantwortlich für diese fiese Täuschung der Bevölkerung?
  • Wer ist es denn, der heute solche Fake-News verbreitet? 

 

Gibt es für unsere Regierungen eine schäbigere Blamage als dieser Familienbericht? Doch Merkel, Gabriel, Schwesig und Barley schämen sich nicht einmal, dass sie ausgerechnet die Schwächsten ausbeuten mit familienblinden Sozialbeiträgen und Verbrauchssteuern, während Bürger ohne Unterhaltsverpflichtung ziemlich ungeschoren davon kommen.

 

Aber die 1000 Euro, um die es der SPD im Familienbericht geht, blieben den Familien schon allein dadurch im Geldbeutel, würde der Fiskus die Anzahl der Kinder bei der Beitragsbemessung berücksichtigen. Nichts davon! Der fünffache Vater zahlt keinen Cent weniger an Sozialbeiträgen als der Single, nämlich 8,4 % ( 2.940.-) in die Krankenversicherung,  9,35% ( 3 273.- ) in die Rentenversicherung und 1,5 % ( 525.-) in die Arbeitslosenversicherung.

Mit großer Gerechtigkeitspose will die SPD die von den Familien abgezockten Milliarden in Betreuungseinrichtungen für Kinder stecken, wo sie jahrelang ganztägig die Zuwendung ihrer Eltern vermissen. Doch für die SPD ist das  g e r e c h t   und   s o z i a l !

*) Um ein Vielfaches ist der Krankenstand allein durch psychische Überlastungen und Erschöpfung gestiegen. Kein Wunder! Doppel- und Mehrfachbelastungen rächen sich, auch für die Arbeitgeber!. Das ist das Ergebnis der viel gepriesenen Vereinbarkeit, die man getrost auch Sklaverei nennen könnte.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/familienreport-das-armutsrisiko-von-kindern-steigt-1.3667175

i. A.  Bärbel Fischer ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

Das DFV-Präsidium fordert von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die Wertschätzung a l l e r Familienentwürfe.

Mit der Einführung des Elterngelds durch Ursula v.d. Leyen  als Lohnersatzleistung wegen Geburt eines Kindes wurde

  • das Neugeborene zum Schadensfall degradiert
  • die Ungleichbehandlung von Müttern zementiert
  • Nachwuchs insgesamt  zum reinen “Humankapital” abgewürdigt

Die Wirtschaft fragt lediglich:

  • Was “bringen “ uns Kinder?
  • Und welche Kinder “bringen” uns was und wieviel?

Trotzdem ist es interessant zu erfahren, welchen volkswirtschaftlichen Wert die IW-Studie den gut ausgebildeten Kindern von Mehrkindfamilien beimisst. Setzt man dies aber ins Verhältnis zu dem lächerlich minimalen Beitrag, den der deutsche Staat Mehrkindfamilien seit Jahrzehnten  zugesteht, so stellt sich “Vater” Staat ein grandioses Armutszeugnis aus. Denn den Löwenanteil für Erziehung und Ausbildung stemmen Eltern quasi allein. Vier Kinder studieren zu lassen bedeutet allein für die Eltern eine Investition von knapp einer Million Euro. Das bedeutet für die Eltern einen Verlust an Vermögen, von dem sich Kinderlose ihr Alter bequem und luxuriös absichern können.

Immerhin: Eltern, die unter Verzicht auf Einkommen und Rentenanwartschaft  ihre Kinder einst über Jahre persönlich betreuten, erzogen und weiterbildeten, werden im Regelfall trotz minimaler Rente im Alter nicht alleine dastehen. Die Kinder werden sich ebenso liebevoll um ihre Eltern kümmern, wie sie sich als Kinder einst in der Familie aufgehoben und geborgen gefühlt haben.

Doch ein Drittel aller Kinder, die täglich ganztags fremdbetreut in Deutschland aufwachsen müssen, erfahren nicht mehr, was ein liebevolles ELTERNHAUS wert ist. Denn im Niedriglohnsektor beschäftigten Eltern bleibt gar keine andere Wahl, als ihre Kinder notgedrungen über viele Stunden in fremde Hände  ( Krippe / Ganztagsbetreuung ) zu geben. Ein perfider, vielmehr teuflischer Trick von Politik und Wirtschaft zur Erzielung von Gewinnen in Form von Steuern und ungerechtfertigten Sozialabgaben.

Doch solche Überlegungen sind nicht Gegenstand der IW-Studie. Müsste das Ergebnis der Studie nicht sein, dass Mehrkindfamilien endlich als Quell staatlicher Prosperität gewürdigt und entsprechend ausgestattet werden, ohne ihre alten Eltern verarmt zurück zu lassen? Bisher sieht es danach, trotz Gerechtigkeitsschwüren der SPD,  leider nicht aus. Auf Kinderkosten bleiben Eltern sitzen, ihr Nutzen aber kommt in Gänze der alternden Gesellschaft zugute. Doch was bleibt letztlich für die Jugend?

Familie ist kein Humankapital: Kritik an IW-Studie zu Mehrkindfamilien

(Berlin). Mit Sorge beobachtet der Deutsche Familienverband die rasant wachsende Tendenz, Kinder und ihre Eltern ausschließlich nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen zu beurteilen.

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/775-familie-ist-kein-humankapital-kritik-an-iw-studie-zu-mehrkindfamilien

Sehr geehrter Herr Özdemir,

wundern Sie sich über Ihre schlechten Umfrage-Ergebnisse? Wir nicht. Denn was SchwarzGrün in BW abliefert, spottet jeder Umweltpolitik. Aber nicht deswegen werde ich GRÜN nicht mehr wählen, sondern weil sich die Grünen im Gegensatz zu LINKS

  • nicht ernsthaft gegen Rüstungsverkäufe nach Saudi-Arabien im widerlichen Kampf gegen den Jemen positionieren, und
  •  mit Ihrem lächerlichen Auftritt im Reichstag am 30. Juni zur „Ehe für alle“ selbst disqualifiziert haben. Ein solch undemokratisches Schauspiel muss jeden demokratischen Bundesbürger abschrecken, jemals mehr GRÜN zu wählen.

 

Die GRÜNEN haben absolut NICHTS begriffen. Sie behaupten einfach, die Mehrheit der Bundesbürger sei für die „Ehe für alle“. Woher wissen Sie das? Es gab keine Volksabstimmung. Die ehemalige Volksabstimmungspartei verzichtete auf die Volksmeinung und paukte mittels Merkels Wankelmut ein Husarenstück durch, das die allermeisten Bürger ablehnen. Nicht aus Aversion gegen Homosexuelle, sondern wegen des generativen Erhalts unserer Gesellschaft. Wie viele Ehepaare haben in den letzten Jahrzehnten unter Verzicht auf Rentenpunkte, Konsum, Urlaub und Altersrücklagen ihre Kinder mühsam groß gezogen, die heute als Beitragszahler in die Sozialversicherungen all jene stützen müssen, die sich Kinder ersparten. Dafür mussten sie sich nicht zu knapp grüne Beleidigungen und Bevormundung anhören.

 

Jeder kennt die irrwitzig gegenderten Ansichten der Grünen. Nein, Herr Özdemir, auch wenn Sie ein sympathischer Politiker sind – GRÜN geht einfach nicht mehr. Vor allem nicht für bodenständige Familien, die auf absurdes GENDER pfeifen, weil sie andere Sorgen haben. Fragen Sie sich noch, warum die AfD solche Zustimmung erfährt? Wie grotesk realitätsfern glauben die GRÜNEN sich noch behaupten zu können? Haben wir keine andere Sorgen als Unisextoiletten und Sternchen?  Hätten Familien mit mehreren Kindern das Geld zur Verfügung, das für Gender-Lehrstühle ausgegeben wird, bekämen die GRÜNEN vielleicht doch einen oder zwei Prozentpunkte an Wählerstimmen. dazu.

 

Für die „hart arbeitende“ Bevölkerung (Martin Schulz) ist der Christopher-Street-Day eine einzige Provokation. Wir Arbeitnehmer fühlen uns zum Narren gehalten. Solche widerlichen Scherzchen kann sich nur erlauben, wer entweder am sozialen Tropf hängt oder ererbte Rücklagen hat. Wäre es nicht eine Großtat, wenn die GRÜNEN auf den kostspieligen CSD verzichteten zugunsten von Familien, die wegen unseres familienblinden Sozialgesetzes zwangsläufig in Not geraten?

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Bärbel Fischer FORUM  FAMILIENGERECHTGKEIT

12. September 2017

Presseclub: Politik für die Alten auf Kosten der Jungen?

Sehr geehrter Herr Schönenborn!

Leider erlebten wir heute eine Rentendebatte, die stereotyp all das wiederholte, was wir seit Jahren hören und bereits auswendig können. Das liegt auch daran, dass Journalisten zu Wort kommen, die auf ihren Chefredakteursposten Expertenwissen ignorieren.

Dreierlei wird in den Medien konstant und bewusst umgangen:

 

  1. Jeder Cent, der heute von der Erwerbsgeneration ins Umlagesystem einbezahlt, wird morgen an die heutigen Rentner ausbezahlt wird. Nichts bleibt als Kapital zurück. Die Rentenkasse ist kein Sparstrumpf. Das  bedeutet, dass es auf eine ausreichende Anzahl der Beschäftigten ankommt. Sind zu wenige da, kommt zu wenig Geld in die Rentenkasse. Also muss dafür gesorgt werden, dass es möglichst viele Beitragszahler gibt.
  2.  Wie kommt eine Gesellschaft zu ausreichendem Nachwuchs? Man darf Paaren die Nachwuchsbereitschaft nicht erschweren, wie das unsere Politik / unser Sozialgesetz seit Jahrzehnten ignorant praktiziert. Denn
  • Familien werden überproportional mit Verbrauchssteuern belastet,
  • sie bekommen kaum bezahlbaren Wohnraum,
  • Lohndumping, unbefristete Arbeitsverträge erlauben höchstens ein Kind.
  • Rentenansprüche werden ausschließlich durch Erwerbsarbeit, aber nicht aus humaner Erziehungs-und Pflegearbeit erworben.
  • Der familiäre Dienst am jungen wie am alten Menschen gilt unserer Politik als Hobby.

Nur außerhalb der Familie wird er geringfügig lohn-und rentenwirksam.

  • Familien mit Kindern zahlen gleich hohe Sozialbeiträge wie Singles, egal wie viele Kinder die Eltern zu ernähren haben.
  • Kinderkosten werden privatisiert, Kindernutzen sozialisiert!

Fragt sich noch jemand, warum 27% aller Paare Kinder gar nicht mehr vorsehen?

3.   Eine   total verfehlte Bevölkerungspolitik, die nicht mehr unterscheidet zwischen  Ansprüchen von Familien und Nichtfamilien, hat zwangsläufig, aber auch zu Recht, mit einem dauerhaften Rentenproblem zu kämpfen. Angenommen, unsere Politik würde heute umsteuern und alle Nachwuchs hemmenden Faktoren beseitigen, so hätten zumindest die Rentner in 30 Jahren, also ab 2050 die Aussicht auf ein auskömmliches Alter. Doch dieser Aspekt kommt in den Debatten nie zur Sprache, weil es politisch nicht gewollt ist.

Fazit:  Nach der 187. Rentendebatte begreift auch der einfältigste TV-Nutzer, was Sache ist.  Zu behaupten, unser Rentensystem sei schwierig und intransparent, ist kaum nachzuvollziehen. Im Gegenteil – es ist als Umlageverfahren klar und schlüssig. Nur           g e r e c h t   ist es nicht, weil es zwar Erwerbsarbeit berücksichtigt, Familienarbeit jedoch missachtet. Die Frage bleibt, warum bei aller Einsicht in die Problematik sich in unserem politischen System nichts ändert, warum also unser Sozialgesetz nicht in Richtung Familiengerechtigkeit reformiert wird, wie  es das Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach gefordert hat. Die kapitalistische wie sozialistische Antwort lautet: Wirtschaftliches Wachstum um jeden Preis, speziell auf Kosten ent-elterter Kinder mit Bindungsdefiziten in Ghettos. Ob solche Kinder in 30 Jahren noch bereit sein werden, für die alternde Generation ihrer Eltern aufzukommen, ist eine Frage, die sich noch stellen wird.

i. A. der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

 

Antwort aus Stuttgart

Die gesammelten Kommentare unserer Leser an das Stuttgarter Staatsministerium zum Thema”Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partner” beantwortete das Stuttgarter Staatsministerium wie folgt am 30. 08. 2017:

 

Sehr geehrte Frau Fischer,

haben Sie Dank für Ihr weiteres Schreiben an Herrn Ministerpräsidenten und die beigefügten Stellungnahmen einiger Bürgerinnen und Bürger. Er hat mich gebeten, Ihnen erneut zu antworten.

Das Bundesverfassungsgericht gibt dem Gesetzgeber vor, das Grundgesetz im Lichte der sich wandelnden Wertvorstellungen auszulegen. Der auch von Ihnen angesprochene Wertewandel ist wichtig. Denn viele Wertvorstellungen, die früheren Gesetzen vorlagen, erscheinen uns rückblickend betrachtet sehr befremdlich. So waren Frauen bis 1977 nach dem Gesetz verpflichtet, den “Haushalt in eigener Verantwortung zu führen” und sie durften nur erwerbstätig sein, “soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist.” Ein gutes Beispiel ist auch die Strafbarkeit von Homosexualität bis Ende der 1960er Jahre. Solche Diskriminierungen sind heutzutage nicht mehr gesellschaftsfähig.

 

Da das Grundgesetz keine Definition von Ehe vorsieht, muss der Gesetzgeber den Begriff der Ehe ausgestalten. In unserer repräsentativen Demokratie erfolgt die Gesetzgebung –  auch wenn gesetzliche Regelungen häufig Wertvorstellungen zugrunde liegen – nicht im Rahmen von Volksabstimmungen, sondern durchras Parlament.

 

Letztendlich folgt der Beschluss zur Öffnung der Ehe einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der sie Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für eine solche eintritt und die sich auch im Parlament wiederspiegelt. In diesem Zusammenhang Mus auch wahrgenommen werden, dass es wohl kaum eine gesellschaftliche Debatte der letzten Jahrzehnte gab, in der die Ehe so viel Anerkennung erfuhr.

 

Die gegenseitige Verantwortungsübernahme einer Ehe kann ein Fundament einer solidarischen Gesellschaft sein und ist daher für einen Staat besonders schützenswert. Gerade aus dieser Hochschätzung für das Institut EHE erfolgt ihre Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Aus Sicht des Herrn Ministerpräsidenten schwächt diese Öffnung die Ehe nicht, sondern stärkt sie.

 

Ich richte Ihnen die freundlichen Grüße des Herrn Ministerpräsidenten aus.                      Mit freundlichen Grüßen                                                                                                 Steffen Erb

 

Trotzdem bleibt die Frage nach der staatstragenden Generativität unbeantwortet, ebenso wie die Frage, ob denn die Parlamentarier im Sinne ihrer Wähler abstimmten, oder nur nach eigenem generationenblinden  Mainstream.

 

Sollten Sie, liebe Leser dazu einen Kommentar beisteuern wollen, so werden wir diesen wieder nach Stuttgart schicken. Danke!

Unser Statement:

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

von Herrn Erb wurde uns Ihre Antwort auf unsere Anfrage zum Thema “Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare” übermittelt. Diese lässt sich nachvollziehen, wenn man ausblendet, dass die Väter des Grundgesetzes eine solche Variante überhaupt nicht  vorgesehen hatten, als sie Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates stellten. Warum sollten sie ausgerechnet Familie mit Kindern bevorzugen? Aus Kinderliebe? Aus Nostalgie? Eher doch aus  der Überzeugung, dass Familien in unserem Sozialgesetz immer noch den Kürzeren  ziehen! gegenüber Single! Kein Staat kommt ohne ausreichenden Nachwuchs aus, weil dieser die Altersrenten der Elterngeneration zu finanzieren hat. Das sind heute mindestens 2,3 Kinder pro Frau, um die wachsende Zahl  freiwillig kinderloser Bürger per Umlage mit zu verhalten. Diese stützen sich heute problem- und sorglos, obwohl sie viel zu wenig in die kommenden Generationen investierten, mit ihren Ansprüchen auf jene Elternpaare, die unter großen Entbehrungen zulasten ihrer eigenen Altersvorsorge, noch Kinder groß zogen.
Hier, Herr Kretschmann, liegt der Hund begraben! Ob sich ein gleichgeschlechtliches Paar ohne Kinder einfach das Ehegattensplitting sichern will, oder ob es mit einem, wie und von wem auch immer gezeugten Kind, egoman seine Elternliebe befriedigt – beabsichtigt war solches vom Grundgesetz  niemals. Man muss sich schon fragen dürfen, welche Motive hinter einer solchen Entscheidung liegen. Fakt ist nämlich, dass Familien mit mehreren Kindern finanziell dramatisch ins Hintertreffen geraten, ohne dass sich die Politik überhaupt dafür interessiert. Sehen Sie sich doch mal an, wie Familien mit jedem weiteren Kind unter ihr jährliches Existenzminimum rutscht, weil der Gesetzgeber bei den Sozialabgaben keinen Unterschied macht, ob Single oder Familien mit drei, vier oder fünf Kindern. Für den Gesetzgeber spielt es bis heute keine Rolle, welch veritable generative Leistungen Eltern erbringen, um dem Staat künftige Beitragszahler zu liefern.
Hier der horizontale Vergleich des Deutschen Familienverbands DFV , der unwidersprochen die Fakten verdeutlicht:
Nein, Herr Kretschmann, grüne Politik blendet die Realität aus. Und das ist absolut kein Aushängeschild. Daher werden die Bürger Ihre Partei abwählen, weil sie sich der Realität eben nicht stellt. In Ihren Gründungsjahren hatten Sie noch Sympathien für Familien. Die sind aus feministisch-ideologischen Gründen inzwischen gestorben. Leider hatte ich speziell Ihnen zugetraut, Ihre GRÜNEN auf den Pfad menschlicher Ökologie zu führen, in dem Sinne, dass Menschenkinder ohne Armut aufwachsen dürfen. Nur leider habe ich mich gründlich getäuscht.
Meine Stimme werden die GRÜNEN nicht bekommen.
Bärbel Fischer

Scherbenhaufen

Was halten Sie  davon, wertvolles Meißener Porzellan mutwillig zuerst zu zerschlagen, um es dann wieder mit Kleister zu kitten? Es hat seine Brauchbarkeit, seine Schönheit, seine historische Bedeutung und vor allem seinen finanziellen Wert dauerhaft verloren. Ein einziger Scherbenhaufen!

Unsere Politik ( die Schreibmaschine sträubt sich gegen die Bezeichnung FAMILIENPOLITIK ) tut seit 20 Jahren nichts Anderes, als mutwillig wertvolle Familienarbeit zu zerschlagen: Sie  plakatiert verlogene Emanzipation ( am Fließband, an der Supermarktkasse, im Büro,  anstatt  Emanzipation im Kinderzimmer ), droht mit Altersarmut bei ausreichender Elternzeit, diskriminiert Vollzeitmütter als  arbeitsmarktvergessene Schlampen, klaut ihnen gleichstellungsvergessen sogar die paar Groschen Betreuungsgeld, usw!

Alles eine Zerschlagung des wertvollen Porzellans FAMILIE.

Inzwischen zeigt sich nämlich, welche psychische Zerstörung durch die staatlich subventionierte  Mehrfachbelastung der Mütter, die erzwungene emotionale Distanz zu ihren Kindern und die links-ideologische ver-und behinderte Elternschaft an Müttern und Vätern anrichtet.

http://www.spdfraktion.de/themen/kinder-psychisch-kranker-eltern-unterstuetzen

Nicht einmal die linken Parteien SPD, Linke, Grüne können sich an der Tatsache vorbei mogeln, dass ihr Projekt grandios zu scheitern droht, indem sich bereits heute statistisch zeigt, dass  ”jedes vierte Kind in Deutschland vorübergehend oder dauerhaft unter psychisch erkrankten Müttern und Vätern zu leiden hat”. Unter Zeitdruck und Dauerbelastung sind Eltern nicht einmal mehr imstande, ihre eigene Paarbeziehung befriedigend zu leben.

“Alles halb so schlimm”, meinen CDU/CSU, SPD und B 90 die Grünen dazu. Jetzt muss eben KITT  her in Form ihres Antrags “Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern”, den der Bundestag bereits beschlossen hat. Allerdings werden noch flüssige Leistungsträger gesucht, die mit ihren Ressourcen dafür eintreten.

Das Problem ist nur: Porzellan lässt sich kitten, aber zerstörte Beziehungen von Eltern und Kindern zu kitten erfordert einen kaum leistbaren Aufwand.  Verstümmelte Kinderseelen werden in ihrem Beziehungsverhalten eben verstümmelt bleiben, weil ihnen einst Mutterliebe und Vaterpräsenz aus marktorientierten Interessen nur in Minimaldose am späten Abend  verabreicht wurde. Wie sollen die vernachlässigten Söhne und Töchter später ihren Kindern weitergeben, was ihnen in ihrer eigenen Biografie rigoros politisch verweigert wurde?

Unsere Nachfahren werden uns dafür anklagen, dass wir ihnen die lebenswichtige Ressource ZEIT  FÜR  BINDUNG verweigert haben. Können unsere Kinder und Enkel jemals zurück fordern, was ihnen Frau Renate Schmidt SPD, Frau v.d. Leyen CDU, Frau Schwesig SPD  und Frau Barley SPD politisch aus schnödem wirtschaftlichem Wachstumsinteresse schuldig blieben?

Bärbel Fischer  für die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

 

 

 

Schmarotzermodell

Der obige Brief an Herrn Kretschmann ( 05. 08. 2017) samt den Kommentaren unserer Nutzer ist per Post bereits unterwegs. Sofern eine Antwort aus Stuttgart kommt, werde ich Sie hier davon in K enntnis setzen. 

 

Obwohl katholischerseits kaum zur Kenntnis genommen, argumentieren viele besonnene evangelische Christen mit biblischen Schriftstellen gegen die „Ehe für alle“. Doch selbst für die EKD hat das keinen Belang. Sie schwimmt behaglich mit Bischof Bedford-Strohm auf dem regierungsamtlich verordneten  EKD-Mainstream. Bisher konnte man von  Protestanten Protest /Widerstand  gegen den regierungskonformen Mainstream erwarten. Diese Zeiten scheinen Vergangenheit zu sein. Wie kuschelig lässt es sich als Protestant leben, wenn man alle Verirrungen des 21. Jh. gutheißt!

 

Zugunsten der ” Ehe für alle” zu stimmen offenbart nach unserer Einschätzung das demokratische Defizit von Grünen, SPD, Linken und einer linken CDU-Minderheit. Die am 30. 06. 2017 beschlossene Ergänzung des § 1353 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), die künftig  lautet: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen“ hat sehr weitreichende Folgen für die Gesellschaft:

 

  • Der Ehebegriff wurde nicht  auf homosexuelle Paare eingeschränkt, sondern  auf  a l l e  möglichen Konstellationen erweitert. Dieser Aspekt scheint nach unserer Auffassung bei der Blitzabstimmung am 30. 06. 2017 völlig vernachlässigt worden zu sein.
  • Eine lebenslang gegenseitige Verantwortung in homosexuellen Verbindungen widerspricht allen Erfahrungen.
  • Den Adoptivkindern homosexueller Paare droht lebenslang der Verlust des weiblichen oder männlichen Vorbilds zur eigenen Entwicklung der Persönlichkeit. Sie entbehren lebenslang Mutter /Vater und Großvater /Großmutter. Viele unserer Geistesgrößen hatten ihr Potential ihren zweigeschlechtlichen Eltern oder Großeltern zu verdanken.
  • All diese gesellschaftlichen Aspekte erliegen künftig grün-roter Gleichmacherei, die sich auf den Grundsatz stützt, Ungleichheit bedeute automatisch Diskriminierung. Dass damit die Mehrheit mit ihrer heterosexuellen Neigung diskriminiert wird, das interessiert wiederum die Linken nicht. Sie setzt  damit paradoxerweise ihr Vielfaltsdogma ungewollt selbst außer Kraft.

 

Man kann zwar biblisch argumentieren. Das scheint jedoch bibelunkundige  Parlamentarier kaum zu interessieren.

Man kann aber auch demokratisch argumentieren. Und hier zeigt sich, ob das Wahlvolk entsprechend gewürdigt wird.

  • Verdient die “Ehe für alle möglichen Konstellationen” den besonderen Schutz des Staates (d. h. des Steuerzahlers ) oder ist der besondere staatliche Schutz  seit je denjenigen zugesprochen, die den Erhalt der künftigen Beitragszahler garantieren?
  • Eine blinde  Bevölkerungspolitik hat vergessen, dass nur allein der Nachwuchs per Umlage für das künftige Wohl und Wehe einer Gesellschaft zuständig ist. Nachwuchslosen Paaren denselben staatlichen Schutz zu gewähren, bedeutet, die Generativität heterosexueller Ehen inklusive deren Kosten  zu missachten. Ist das keine Diskriminierung?
  • Wie oft wird argumentiert, die „Ehe für Alle“ würde den traditionellen Familien nicht schaden. Oh doch, und wie! Denn für alle homo-wie heterosexuelle Paare, die keine Nachkommen erwägen, müssen im Alter die heutigen Kinder zulasten ihrer eigenen Eltern  Beiträge abführen. Dies aber diskriminiert all diejenigen, die die gesamten Kosten dafür aufzubringen haben. Gleichstellung? Eine einzige Farce!

 

Gleichzeitig mit der Öffnung der „Ehe für Alle“ müsste unser Parlament daher die Verpflichtung beschließen, dass nachwuchslose homo-wie heterosexuelle  Verbindungen für ihre Alterssicherung selbst aufzukommen haben. Denn mit welchem Recht stützen sich diese auf die kostenintensive Bereitschaft von Eltern, Kinder (nicht nur) als künftige Beitragszahler großzuziehen? Ein Rentenmodell gehört in die Tonne,  das kinderlose Karrieren bevorzugt behandelt, Eltern dagegen abstraft, die über Jahre auf Einkommen und Karriere verzichteten, um ihren Kindern kein Bindungsdefizit zuzumuten.

 

Die „Ehe für alle“ ist also kein Modell, das Diskriminierung vermeidet, sondern das Diskriminierung erst verursacht. Denn, Lebensmodelle, die Nachwuchs per se ausschließen, sind auf kostenintensive Familienarbeit, Einkommensverzicht und Verzicht auf private Altersvorsorge von Eltern angewiesen. Daher ist die “Ehe für alle” wie die freiwillige Kinderlosigkeit ein Schmarotzermodell, und damit abzulehnen.

 

Die „Ehe für alle“ ist demnach zwar ein Modell, das zwar die Zuneigung von Männern zu Männern und Frauen zu Frauen respektiert, aber lediglich ein Modell, das nur auf Kosten von nachwuchsbereiten Eltern funktioniert und diese in Altersarmut katapultiert, während sich kinderlose Paare ein angenehmes Alter genehmigen, von dem Eltern nur träumen können.

 

Der Leser möge meinen  Zorn teilen!

 

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT