Armutsbericht – eine schäbige Blamage! Umverteilung von unten nach oben scheint zementiert!

Liebe Nutzer, das ergänzte Schreiben ist soeben an Frau Barley vom Familienministerium  und an diverse Zeitungen gegangen.

Inzwischen, also nach acht Jahren GROKO, leben in Deutschland 2 800 000, also 20% armutsgefährdete Kinder in armutsgefährdeten Familien. Egal ob es sich um deutsche oder um Migrantenkinder handelt ( ihnen hat Merkel ein “besseres” Leben versprochen! ) – in jedem Fall wird sich rächen, dass wir unsere einzige Ressource, nämlich unseren Nachwuchs, so sträflich vernachlässigen. Sei es aus Ignoranz gegenüber der enormen Erziehungsleistung von Eltern, sei es aus mangelnder Bereitschaft, die Kosten dafür umzulegen auf diejenigen, die sich Kinderkosten lebenslang ersparen oder von ihrem Kapital profitieren, die Umverteilung von unten nach oben scheint politisch zementiert.

Der Familienbericht 2017 macht Väter als Alleinverdiener für die Misere aus. Würde die Mutter mehrerer Kinder mitverdienen (15-28 Wochenstunden), heißt es zynisch, so könnte die Familie über 1000 Euro mehr monatlich verfügen*). Der beste Schutz vor Armut sei die Erwerbstätigkeit beider Eltern. 

 

Falsch! Auch wenn beide Eltern erwerbstätig sind und zusammen ein jährliches Durchschnittseinkommen von 35 000.- erzielen, so fehlen am Jahresende vom Existenzminimum der Familie bei zwei Kindern 2.028.-,  bei drei Kindern -7.008 -, bei vier Kindern 11.688 – und bei  fünf Kindern 16.368, also die Hälfte des Jahreseinkommens. (Horizontaler Vergleich  2017 des Deutschen Familienverbandes ). Der kinderlose Single aber darf bei einem PLUS von 13 329.- locker den nächsten Urlaub auf den Malediven planen, während Eltern das Geld für den Klassenausflug der Kinder zusammenkratzen. Nicht darauf kommt es also an, ob ein oder beide Eltern die Kohle verdienen, sondern auf die Gesamtsumme.

  • Wer hat eine solche Gesetzeslage zu verantworten?
  • Wer ist verantwortlich für diese fiese Täuschung der Bevölkerung?
  • Wer ist es denn, der heute solche Fake-News verbreitet? 

 

Gibt es für unsere Regierungen eine schäbigere Blamage als dieser Familienbericht? Doch Merkel, Gabriel, Schwesig und Barley schämen sich nicht einmal, dass sie ausgerechnet die Schwächsten ausbeuten mit familienblinden Sozialbeiträgen und Verbrauchssteuern, während Bürger ohne Unterhaltsverpflichtung ziemlich ungeschoren davon kommen.

 

Aber die 1000 Euro, um die es der SPD im Familienbericht geht, blieben den Familien schon allein dadurch im Geldbeutel, würde der Fiskus die Anzahl der Kinder bei der Beitragsbemessung berücksichtigen. Nichts davon! Der fünffache Vater zahlt keinen Cent weniger an Sozialbeiträgen als der Single, nämlich 8,4 % ( 2.940.-) in die Krankenversicherung,  9,35% ( 3 273.- ) in die Rentenversicherung und 1,5 % ( 525.-) in die Arbeitslosenversicherung.

Mit großer Gerechtigkeitspose will die SPD die von den Familien abgezockten Milliarden in Betreuungseinrichtungen für Kinder stecken, wo sie jahrelang ganztägig die Zuwendung ihrer Eltern vermissen. Doch für die SPD ist das  g e r e c h t   und   s o z i a l !

*) Um ein Vielfaches ist der Krankenstand allein durch psychische Überlastungen und Erschöpfung gestiegen. Kein Wunder! Doppel- und Mehrfachbelastungen rächen sich, auch für die Arbeitgeber!. Das ist das Ergebnis der viel gepriesenen Vereinbarkeit, die man getrost auch Sklaverei nennen könnte.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/familienreport-das-armutsrisiko-von-kindern-steigt-1.3667175

i. A.  Bärbel Fischer ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

Familienbund Bayern zum Sozialwort der Kirchen

Die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der EKD haben gemeinsam ein Papier “für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung” herausgegeben. Es trägt den Titel “Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft” und kann hier heruntergeladen werden:
http://www.sozialinitiative-kirchen.de/

Als gesellschaftlich bedeutsame Leistung der Familien benennen die Kirchenleitungen die Unterstützung der sozialen Sicherungssysteme (d.h. Renten-, Kranken-, Pflegeversicherung), die “Familien mit Erziehungs- und Pflegeleistungen erbringen” (S. 38).

Ansonsten werden Eltern und Familien in negativen Zusammenhängen erwähnt:

  • Armut [wird] weiterhin in viel zu vielen Familien von einer Generation an die nächste „vererbt“ (S. 44);
  • Für die kindliche Entwicklung wirken sich darüber hinaus mangelnde Gesundheitsvorsorge und schwierige Familienbeziehungen nachteilig aus (S. 51);
  • sozial schwache Familien (S. 51);
  • Kinder aus benachteiligten Familien [haben] bereits beim Eintritt in die Grundschule kaum noch aufzuholende Sprach- und Entwicklungsdefizite (S. 51);
  • Eltern, die bereits selbst keinen berufsqualifizierenden Abschluss erworben haben (S. 51);
  • Bildungsarmut im Elternhaus (S. 51)

1997 hatten die Kirchleitungen schon einmal ein gemeinsames Sozialwort herausgegeben. Das klang erheblich anders:
http://www.dbk-shop.de/media/files_public/mlrvpchir/DBK_69.pdf

Armut wurde damals nicht als Erbkrankheit von Familien gedeutet, sondern als Folge eines absolut mangelhaften Familienlastenausgleichs (S. 32, S. 75). Zudem meinten die Kirchleitungen damals, dass “es wünschenswert ist, dass ein Elternteil um der Kinder willen in der Lage ist, auf eine Erwerbstätigkeit zumindest zeitweise zu verzichten, um Familien- und Erziehungsarbeit leisten zu können.” (S. 82).

In dem neuen Papier heißt es: “Angesichts des demografischen Wandels und des schon jetzt in einigen Regionen und Branchen herrschenden Fachkräftemangels kann es sich die deutsche Gesellschaft zudem weniger denn je leisten, Talente brachliegen zu lassen” (S. 43). Gemeinsame Verantwortung heiße, “eine breite Beteiligung an Erwerbsarbeit als wichtigem Ausdruck gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen.” (S. 45)

Dieser Gedanke findet sich zwar nicht im Evangelium, aber durchaus bei den deutschen Wirtschaftsverbänden.

Dr. Johannes Schroeter
Landesvorsitzender,
Familienbund der Katholiken in Bayern

Landesgeschäftsstelle:
Rochusstr. 5
80333 München
Tel. 089-2137-2226
Fax  089-2137-2225
www.familienbund-bayern.de